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21.03.2017

Schimmel vermeiden: Methoden der Prävention
Fachgerecht saniert und deshalb ruiniert?

 

Es scheint zwar wie ein Widerspruch, doch fachgerecht bearbeitete Schimmelschäden sind ein hohes Risiko für alle am Bau bzw. am Schaden Beteiligten: Die Nutzer von mit Schimmel belasteten Räumen können erkranken. Der Verursacher des Feuchteschadens kann insolvent werden. Der verantwortliche Architekt kann seine Haftpflichtversicherung verlieren. Der Bestandshalter wird in ausufernde juristische Auseinandersetzungen verwickelt, verliert sein Image, kann seine Immobilie nicht nutzen ...


Aktueller Stand bei Schimmelschäden
„Was ich nicht sehe, ist nicht“ – so lautet noch immer die Meinung vieler Bauschaffenden und Gutachter. Dass durch diese Sichtweise verdeckte und (zunächst) nicht sichtbare Schimmelschäden im wahrsten Sinne des Wortes „übersehen“ werden, ist häufig interessensabhängig und gewollt. Kompetenzillusion, Komplexitätsreduktion und pseudofaktische Darstellungen sind zudem Themen, die beim übersehen von Schimmelschäden eine große Rolle spielen. Regelmäßig werden subjektive Einschätzungen und persönliche Meinungen über Zahlen, Daten und Fakten gestellt. Dabei haben die Erkenntnisse der letzten Jahre die 2013 aufgestellte Hypothese bestätigt, dass in Deutschland jedes zweite Gebäude einen relevanten Schimmelschaden haben könnte.

Zukünftige Entwicklung
Schimmelschäden werden dem Grunde nach immer häufiger von Versicherungen und Gerichten anerkannt. Schließlich hat sich in den letzten Jahren viel getan. So wurden beispielsweise die Untersuchungsinstrumentarien mehr und mehr standardisiert. Auch der Verursacher eines Schadens kann immer häufiger eindeutig benannt werden. Dementsprechend werden Schimmelschäden bezüglich Häufigkeit und dem Schadensumfang nach deutlich zunehmen. Es ist absehbar, dass die Schadenssummen bei Schimmelschäden der Höhe nach explodieren.

Schimmelvermeidung spielt daher eine zentrale Rolle. Sie ist unumgänglich, um sowohl die Häufigkeit als auch den Umfang von Schimmelschäden inklusive der sehr hohen Sanierungskosten zu minimieren. Darin sind sich die Mitglieder des wissenschaftlichen Fachbeirats des Würzburger Schimmelpilz-Forums einig.

Methoden der Prävention
Für Dr. Gerhard Führer, Leiter des Sachverständigen-Instituts peridomus sind im Zuge der Prävention drei Punkte besonders relevant.

1. Die Integration der Schimmelthematik in die Hochschulausbildung und in die Fortbildung der Bauschaffenden.
2. Ein Feuchtemanagement von der Planung über die Ausführung bis hin zur Nutzung ist zwingend nötig (vergleichbar mit den Arbeiten eines Sicherheits- und Gesundheitschutzkoordinators (SiGeKo)).
3. Die Entwicklung praxisnaher Denk- und Ausführungsmodelle zur Vermeidung von Schimmel in Innenräumen inklusive des Einbezugs von Innenraumhygiene beim Bauen.

Schimmelschäden und Methoden der Prävention stehen auch im Fokus des 7. Würzburger Schimmelpilz-Forums. Vorgestellt werden wirkungsvolle Vorsorgemaßnahmen und neue Untersuchungsverfahren. Experten informieren über die derzeitige Sanierungspraxis und stellen Methoden der Prävention auf den Prüfstand.


Die Vortragsthemen sind unter anderem:
- Das „Öko“-System Schimmel
- Schimmel und Atemwegserkrankungen: eine Meta-Studie
- Schimmel und Gesundheit: Ein internationaler Überblick
- Mikrobielle Eskalation im Estrich vermeiden
- Sanierungsmaßnahmen
- Schimmelprävention im Neubau und Bestand
- Perspektivenwechsel: Schimmelvermeidung aus unterschiedlicher Sichtweise

Das Würzburger Schimmelpilz-Forum findet von Freitag, 31. März bis Samstag, 1. April 2017 im Gesandtenbau der Residenz Würzburg statt. Ein Zwei-Tagesticket kostet 329 Euro zzgl. USt., inklusive Imbiss, Getränke und Mittagessen.

Die Fachbeiträge der Referenten aus den Vorjahren finden Sie auf Schimmelpilz-Forum.de


 

 

06.03.2017

Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Gunnar Grün beim 7. Würzburger Schimmelpilz-Forum
Neue Studie: Europaweite Erkenntnisse zu Atemwegserkrankungen durch Schimmel

 

Durch zu feuchte oder schimmelige Wohnungen verursachte Atemwegserkrankungen kosten Europa 82 Milliarden Euro pro Jahr. So lautet das Ergebnis der neuen Studie des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP. Feuchtigkeit ist einer der größten Mängel von Gebäuden sowohl in Deutschland als auch in Europa, häufig verursacht durch unzureichende Baukonstruktionen und gegebenenfalls durch mangelhaftes Nutzerverhalten verstärkt. Die daraus entstehenden Schimmelschäden sind bei fachgerechter Sanierung sehr kostenintensiv. Prävention ist hier das A und O, weiß Dr. Gerhard Führer, Leiter des peridomus Instituts und Veranstalter des Würzburger Schimmelpilz-Forums. Methoden der Prävention stehen daher 2017 im Fokus des Fachforums.

 

Erläuterung der Fraunhofer Meta-Studie

Prof. Dr.-Ing. Gunnar Grün vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik IPB in Holzkirchen erläutert in seinem Vortrag „Schimmel und Atemwegserkrankungen: eine Meta-Studie“ die Ergebnisse der Studie „Mould and dampness in European homes and their impact on health“. Aus erster Hand informiert er über den Zusammenhang und die daraus resultierenden Kosten.

 

Internationaler Überblick
Dr. Sonja Stahl stellt in einem internationalen Überblick Leitlinien und Richtlinien vor, die Schimmel und dessen gesundheitliche Auswirkungen beleuchten. In der AWMF-Schimmelpilz-Leitlinie verschiedener Ärzteverbände wird Schimmel aus medizinischer Sicht betrachtet. Amerikanische Wissenschaftler haben unter anderem durch den Hurrikan Katrina in New Orleans Erfahrungen mit Auswirkungen von Schimmelexpositionen gesammelt.

 

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit den Auswirkungen von Schimmelpilzen. Wissenschaftler forschen an Lösungen und Werkzeugen, um den durch Feuchte entstehenden Schimmel zu verhindern, zu bekämpfen, zu klassifizieren und zu bewerten. Die Grundlagenstudie konzentriert sich auf den Zusammenhang zwischen Schimmel in Innenräumen und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit der Bewohner. Sie untermauert den Bedarf an kontinuierlicher Forschung sowie an weiteren innovativen Lösungen. Grün, stellvertretender Institutsleiter am Fraunhofer IBP und Leiter der Abteilung Energieeffizienz und Raumklima: „Grundsätzlich sind wir der Überzeugung, dass Schimmel und dessen Verhinderung ein wichtiges Thema in Forschung und Entwicklung für das Gesunde Wohnen sind. Die grundlegende Erhebung, die wir durchgeführt haben, hat dies einmal mehr bestätigt.“

 

Erkrankungen und Bauschäden durch Feuchtigkeit

Baubedingte Faktoren wie Wärmebrücken, Mängel in der Ausführung der Dämmung oder Wasserschäden durch schadhafte Leitungen führen häufig zu Feuchtigkeit und damit zur Entstehung von Schimmel. Eine weitere Problematik ist der zu schnelle Bezug von Neubauten. Eine zu hohe Baurestfeuchte kann innerhalb kürzester Zeit zu Schimmelbildung führen. Auch die fehlende kontinuierliche Wohnraumbelüftung oder wenn Räumlichkeiten von den Bewohnern nicht ausreichend gelüftet werden, kann es zu einer Anreicherung von Feuchte im Innenraum führen. Das Ergebnis der überhöhten Luftfeuchtigkeit in Kombination mit kühleren Außenwänden – beispielsweise auf Grund mangelnder Wärmedämmung – sind ideale Bedingungen für Schimmelwachstum.

 

Das 7. Würzburger Schimmelpilz-Forum stellt wirkungsvolle Vorsorgemaßnahmen und neue Untersuchungsverfahren vor. Informiert wird über die derzeitige Sanierungspraxis, mit Experten wird über Methoden der Prävention diskutiert.

 

Die Themen:
- Das „Öko“-System Schimmel und mikrobielle Eskalation im Estrich vermeiden

- Schimmel erkennen und dessen gesundheitliche Relevanz

- Schimmel und Gesundheit: Ein internationaler Überblick

- Sanierungsmaßnahmen Deutschland & International

- Schimmelprävention im Neubau und Bestand

- Die Top 10 der Schimmelprophylaxe

- Schimmelvermeidung aus unterschiedlicher Sichtweise

- Expertentalk „Methoden der Prävention“

 

Das Forum findet am 31.3. und 1.4.2017 im Gesandtenbau der Residenz Würzburg statt. Das Veranstaltungsprogramm ist auf der begleitenden Website www.schimmelpilz-forum.de online. Das Zwei-Tagesticket kostet 329 € + USt. Sowohl der Imbiss als auch Getränke und das Mittagessen sind inklusive. Am Freitag, dem 31.3. findet die Abendveranstaltung „Schimmel live“ statt.

 

Die Fachbeiträge der Referenten aus den Vorjahren finden Sie auf Schimmelpilz-Forum.de


 

 

30.11.2016

7. Würzburger Schimmelpilz-Forum
Vorbeugen ist besser: Schimmelschäden und Methoden der Prävention

 

Vom Freitag, 31. März bis Samstag, 1. April 2017 findet das 7. Würzburger Schimmelpilz Forum statt. Schimmelschäden und Methoden der Prävention lautet das Motto. Im Fokus stehen neue Untersuchungsverfahren, Einblicke in die derzeit üblichen Sanierungsmethoden und wirkungsvolle Vorsorgemaßnahmen.

 

Regelmäßig lüften, richtig heizen, keine Möbel an die Außenwände... In den Wintermonaten ist das Interesse der Verbraucher an Tipps rund um die Vermeidung von Schimmel enorm. Die Zahl der Ratgeber ist groß. Doch mit diesen Handlungsempfehlungen ist es in der Regel nicht getan. Meist ist die Bausubstanz betroffen. Wärmebrücken, Neubaufeuchte, Leckagen in der Luftdichtigkeitsebene, Leitungswasserschäden, fehlerhaft geplante oder falsch ausgeführte Dampfsperren sind nur ein paar der Feuchtequellen, die der Bausubstanz schaden und - sowohl im Neubau als auch im Bestand und bei Sanierungen - zu Schimmelpilzbefall führen. Dabei sind die Ursachen für die Entstehung von Schimmelpilzbelastungen scheinbar einfach, im Detail jedoch hoch komplex und teuer in der Sanierung. Prävention ist deshalb das A und O. Die Vorsorge muss bereits in der Planungs- und Bauphase ansetzen, hier ist sich der Wissenschaftliche Beirat des Würzburger Schimmelpilz-Forums einig. Das mittlerweile 7. Fachforum widmet sich daher Schimmelschäden und Methoden der Prävention. Neue Untersuchungsverfahren und die derzeitige Sanierungspraxis stehen im Fokus. Vorsorgemaßnahmen werden vorgestellt und auf ihre Sinnhaftigkeit geprüft.


Alles Schimmel oder was?

Dieser Frage stellt sich Dr. Gerhard Führer, ö. b. u. v. Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen und Leiter des peridomus Instituts Dr. Führer. Seit rund 25 Jahren beschäftigt er sich mit Schimmel in Innenräumen und ist bundesweit gefragter Experte zu dieser Problematik.

 

Dr. Christoph Trautmann, Geschäftsführer der Umweltmykologie Berlin, erläutert das komplexe „Öko“-System Schimmel. Ein System, das länderübergreifend die Experten beschäftigt. Gesundheitliche Relevanz haben u. a. Schimmelpilzgifte. Über deren Nachweis, Toxizität und Verbreitung berichtet Prof. Dr. Manfred Gareis, Ordinarius der Tierärztlichen Fakultät der LMU München. Dr. Sonja Stahl, Sachverständige für Schimmelschäden informiert über den internationalen Stand der Diskussion zwischen Gesundheit und Schimmelpilzbelastungen in Innenräumen.


Prävention statt kostenintensiver Sanierungen

Prävention und fachgerechte Sanierungen haben höchste Priorität und müssen schnellstmöglich zum Standard werden. Doch wie schaut es mit den Sanierungen in der täglichen Praxis aus? Volker Hummel, Sachverständiger für Schimmelschäden referiert über den Status Quo. Ralf Gebauer (ö.b.u.v. Sachverständiger für Wärme- und Feuchteschutz, Abdichtungen) stellt seine neuen wissenschaftlichen Untersuchungen vor: Welche Materialien sind bei Fußbodenkonstruktionen unter dem Gesichtspunkt Schimmeltoleranz besser oder weniger gut.

 

In der Talkrunde „Methoden der Prävention“ sprechen Referenten und Teilnehmer über Aufklärung und Schulung, schadenstolerante Konstruktionen und Materialien sowie Feuchtemanagement in Bau- und Planungsphasen.

 

Das 7. Würzburger Schimmelpilz-Forum findet am 31. März und 1. April 2017 im Gesandtenbau der Residenz Würzburg statt. Das Zwei-Tagesticket kostet 329 Euro zzgl. USt. Imbiss, Getränke und Mittagessen sind inklusive. Die Frühbucher-Rate beträgt 279 Euro zzgl. USt. Am Freitag, dem 31. März findet die schon traditionelle Abendveranstaltung „Schimmel live“ statt.

 

Das ausführliche Tagungsprogramm und die Fachbeiträge der Vorjahre finden Sie auf Schimmelpilz-Forum.de


 

13.09.2016

Statistische Erhebung über die tatsächliche Schimmelpilzbelastung in Gebäuden
Über 20 % sichtbare Feuchte-/Schimmelschäden, Häufigkeit verdeckter Schäden unklar

 

„Gerade für eine junge Familie ist Schimmel im Neubau ein Supergau“, so Alexander Hoffmann, Mitglied des Deutschen Bundestages. Der Jurist sitzt im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz und war einer der Referenten beim 6. Würzburger Schimmelpilz-Forum. Hoffmann vertritt die Meinung, dass die tatsächliche Tragweite des Themas Schimmel noch nicht beim Verbraucher angekommen ist. Zusätzliche Brisanz erhält das Thema durch die aktuellen Starkregen- und Hochwasserereignisse: Erst geht das Wasser, dann kommt der Schimmel.

 

Dieser Ansicht sind auch die Teilnehmer des Würzburger Schimmelpilz-Forums. Einmal jährlich treffen sich über 100 Bauverantwortliche, darunter Architekten, Sachverständige, Bauingenieure, Planer, Bau-, Sanierungs- und Trocknungsunternehmer sowie Juristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Schimmelpilz-Fachtagung in Würzburg. Immerhin 88 Prozent der befragten Teilnehmer* sind davon überzeugt, dass viele relevante Informationen rund um die Schimmelpilzproblematik bei Neubauten und Sanierungen nicht bis zu den Bauherren vordringen. Sie befürworten eine stärkere Sensibilisierung der Bauherren.      

 

Dabei zeigten bereits im Jahr 2003 Studien an der Universität Jena, dass bis zu 22 Prozent der deutschen Wohnungen Feuchte-/Schimmelschäden aufweisen. Im Rahmen der Untersuchungen wurden ausschließlich sichtbare Schäden dokumentiert. Diese gingen mit einem erhöhten Risiko für gesundheitliche Beschwerden wie Allergie- und Atemwegserkrankungen einher. Bezüglich zusätzlicher verdeckter und zunächst nicht sichtbarer Schäden in Dämmebenen von Dächern oder Fußbodenkonstruktionen gibt es nur Dunkelziffern und Schätzungen aber keine verlässlichen Zahlen. Trotzdem sind derartige Schäden relevant, da z. B. an der Randfuge - am Übergang von Fußboden zu Wand - Schimmelpilzbestandteile aus der Fußbodenkonstruktion in die Raumluft gelangen.  

 

Für über 90 Prozent der befragten Experten besteht hier dringender Forschungs- und Aufklärungsbedarf. Denn Unwissenheit, mangelnde Kompetenz bei den ausführenden Unternehmen, Panikmache, Verharmlosung aber auch Verdrängung, verschärfen derzeit die Problematik. Die befragten Bauexperten sind sich einig: Gesicherte Zahlen und verifizierte Werte sind erforderlich um präventives Handeln zu fördern. Gesundheitliches Gefährdungspotenzial könnte im Vorfeld erkannt, Fehlerquellen und Kostenfallen vermieden, Qualitätsstandards etabliert werden.

 

Laut Dr. Gerhard Führer, ö. b. u. v. Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen und Veranstalter des Fachforums müsse geklärt werden, in wie viel Prozent der deutschen Gebäude und Wohnungen sich tatsächlich verdeckte, nicht sichtbare, aber dennoch gesundheitlich relevante und wirtschaftlich brisante Schimmelschäden befinden. Und dies getrennt nach Neubauten, Gebäuden im Bestand, öffentliche Gebäude, Kindergärten und Schulen. Denn nur mit fundierten Grundlagen und verlässlichen Zahlen sei eine konstruktive, fachliche Diskussion und eine Verbesserung der Gesamtsituation im Interesse der Bauherrn und Verbraucher möglich.

 

Bei Neubauten und größeren Sanierungen sprachen sich dreiviertel der Befragten für die Vergabe eines Gütesiegels aus. Kritiker bezweifeln, ob ein derartiges Siegel umsetzbar ist. Der Sachverhalt sei zu komplex um ein Prädikat dauerhaft zu vergeben. Wenn, dann könne es nur eine Momentaufnahme und keine dauerhafte Garantie sein. Eine qualifizierte Überwachung während der kompletten Bauphase inclusive eines Feuchtemanagements und eine heute im Gegensatz zu früher vernachlässigte Bauleitung sei eine bessere Alternative.

 

Bei Bestandsgebäuden erachten 70 Prozent der befragten Teilnehmer eine schadstoffübergreifende Gesamtbewertung im Vorfeld einer Modernisierungs- oder Umbaumaßnahme als wichtig. Beispielsweise wird eine chemische und mikrobiologische Bestandsaufnahme vor einer Sanierung derzeit noch nicht einmal bei 10 Prozent der Sanierungen durchgeführt, so die Schätzung von dreiviertel der Experten. Nachhaltig Kosten einsparen könne man durch die interdisziplinäre Bewertung der Bausubstanz von Innenraumanalytikern zusammen mit den ausführenden Architekten und Bausachverständigen. Davon sind rund 90 Prozent der Befragten überzeugt. Fehler und damit Folgekosten für eine „Sanierung der Sanierung“ könnten so vermieden werden.  

 

Initiator und Veranstalter des Würzburger Schimmelpilz-Forums ist das unterfränkische peridomus Institut Dr. Führer. Die Mitglieder des wissenschaftlichen Fachbeirats sind:

 

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Bogenstätter, Fachhochschule Mainz
Rechtsanwalt Hans-Dieter Fuchs, Anwaltskanzlei Fuchs und Kollegen, München
Prof. Dr. Christian Hanus, Leiter des Departments Bauen und Wohnen,
Donau-Universität Krems (Österreich)
Dr. Christoph Trautmann, Umweltmykologie GbR, Berlin
Prof. Dr.-Ing. habil. Claus Meier, Architekt SRL, Nürnberg ƚ
Dr. Gerhard Führer, peridomus Institut Dr. Führer, Himmelstadt bei Würzburg/
Gerd Warda, Chefredakteur Wohnungswirtschaft heute

 

Das 7. Würzburger Schimmelpilz-Forum findet vom 31. März bis 1. April 2017 im Gesandtenbau der Residenz Würzburg statt. Das Motto lautet „Schimmelschäden: Neue Untersuchungsverfahren, Sanierungspraxis und Methoden der Prävention.

 

www.schimmelpilz-forum.de
www.peridomus.de 


 

26.08.2016

Schäden nach Starkregen und Hochwasser - Trocknung reicht nicht aus


Wasser geht, Schimmel kommt. Bei Wasserschäden nach Starkregen und Hochwasser liegen oftmals die Nerven blank. Eine schnelle Lösung wird gesucht. Die Gefahr fehlerhafter Sanierungen ist groß. Experten warnen daher: Trocknung alleine ist nicht ausreichend. Gerade fehlerhafte Sanierungen gefährden die Gesundheit der Betroffenen und verursachen enorme Folgekosten.

 

Grundlage für Schimmel und Bakterien
Unzählige Haushalte, Unternehmen und Organisationen wurden Opfer der jüngsten Hochwasserkatastrophen. Nasse Keller, feuchte oder sogar durchnässte Hauswände, Fußböden und Möbel sind die Folge der Überschwemmungen. Die Probleme scheinen mit dem Rückgang des Hochwassers, Trocknungsmaßnahmen, Reinigungsarbeiten und Schönheitsreparaturen gelöst. Doch häufig können trotz der Nutzung von Bautrocknungsgeräten Böden und Wände nicht schnell genug durchtrocknen. Innerhalb weniger Tage bilden sich Mikroorganismen, wenn sie nicht schon direkt durch verschmutztes (Hoch)Wasser eingetragen wurden. Feuchtigkeit ist die Grundlage für das Wachstum von gesundheitsgefährdenden Schimmelpilzen und Bakterien. Dabei benötigen diese keine Nässe – ausreichend ist schon eine gewisse Materialfeuchte.

 

Mikrobielle Belastungen
Problematisch sind schwer einsehbare Hohlräume wie beispielsweise Installationsschächte oder die Dämmebene der Fußbodenkonstruktion unter dem Estrich. Die Trocknung kann hier Wochen bis Monate dauern. „Sichtbarer Schimmel ist häufig nur die Spitze des Eisberges“, warnt Dr. Gerhard Führer, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen. „Diese offensichtlichen Schäden sind regelmäßig mit nicht sichtbaren mikrobiellen Belastungen vergesellschaftet. Verdeckte Schimmelschäden sind weitaus gefährlicher, da sie selten entdeckt und in ihrer Auswirkung unterschätzt werden.“ Und obwohl die für viele Schimmelpilzarten typischen grau-schwarzen Verfärbungen mit pelzigen Strukturen an den Oberflächen (noch) gar nicht zu sehen sind, liegt ein massives Schimmelpilz- oder Bakterienproblem vor.

 

Kosmetische Schnellsanierung – überteuerte Falschsanierung
Die Mitarbeiter des peridomus Instituts verfügen über zahlreiche Erfahrungen: Einerseits auf der fachlichen Ebene bezüglich Trocknungszeiten und Schimmelwachstum, andererseits auch über die Vorgehensweisen von Schadensregulierern und vermeintlichen Fachleuten. In diesen Kreisen setzt nach jedem Hochwasser quasi eine „Goldgräberstimmung“ ein. Kosmetische Schnellsanierungen, überteuerte Falschsanierungen und sinnlose Maßnahmenpakete sind die Regel. Die Gesundheit ist gefährdet Schimmelpilze können krank machen. Das belegen viele Studien. Häufig treten Atemwegserkrankungen, allergische und asthmatische Reaktionen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und erhöhte Infektanfälligkeit auf. Eine sachgerechte Sanierung ist daher dringend erforderlich. Doch Experten gehen davon aus, dass bundesweit mindestens jede zweite Sanierung bei einer Schimmelpilzbelastung nicht fachgerecht ausgeführt wird und erneut saniert werden muss. So das Ergebnis einer Expertenbefragung im Rahmen des Würzburger Schimmelpilz Forums, einer jährlich stattfindenden internationalen Fachtagung. Dreiviertel der Befragten gehen sogar davon aus, dass 70 Prozent der Sanierungen fehlerhaft sind. Enorme Folgekosten für die Sanierung der Sanierung und eine erneute Minderung der Lebensqualität der Bewohner sind die Folge. Kosten und Unannehmlichkeiten, die vermeidbar wären. Eine Begutachtung mit mikrobiologischer Bestandsaufnahme vor der Sanierung würde wichtige Erkenntnisse liefern, Hinweise auf die auszuführenden Arbeiten geben und letztendlich einer Folgesanierung vorbeugen.

 

Fachgutachten vor der Sanierung
Dr. Gerhard Führer ist spezialisiert auf Schimmelpilzbelastungen und kennt die Problematik der Betroffenen sehr gut. Häufig ist im Vorfeld einer Folgesanierung der Rat seines Instituts gefragt. Führer empfiehlt bereits im Vorfeld der Erstsanierung einen Fachgutachter zu Rate zu ziehen, der sich auf Schimmelpilzbelastungen oder Schadstoffe spezialisiert hat. Diese verfügen über das fachspezifische Know-how, das bei derart komplexen Sachverhalten erforderlich ist. Oftmals werden im Expertengespräch auch wertvolle Tipps und kostengünstige Sanierungsalternativen aufgezeigt, wie beispielsweise bei der Sanierung der Dämmebene von Fußböden. Hier kann der Einsatz eines diffusionsoffenen Estrichfugensystems den kosten- und zeitintensiven Komplettrückbau der gesamten Fußbodenkonstruktion ersetzen.


 

23.02.2016

Expertengespräch
Schimmel-Experten fordern für Unternehmen und Privatpersonen mehr Aufklärung und mehr Verbraucherschutz

 

Fachleute aus Dienstleistung, Wirtschaft und Politik trafen sich erstmals zum Expertentreffen „Schimmel“ im peridomus Institut Dr. Führer in Himmelstadt. Im Fokus: Der Verbraucherschutz. Diskutiert wurde über Schimmel unter innenraumhygienischen, bautechnischen, juristischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

 

Neubaufeuchte, Wärmebrücken, Leckagen in der Luftdichtigkeitsebene, Leitungswasserschäden, fehlerhaft geplante oder falsch ausgeführte Dampfsperren. Das sind nur einige der Feuchtequellen, die beim Neubau oder der Sanierung der Bausubstanz schaden und zu Schimmelpilzbefall führen können.

 

Aufklärung tut Not! Immer häufiger treten gebäudebedingte Erkrankungen auf, die beispielsweise in Unternehmen zu hohen Ausfallzeiten führen. Fast hat es den Anschein, dass sich der Durchschnittsbürger vor dem Kauf eines Pkws intensiver über das Fahrzeug informiert, als ein Bauherr vor der Vergabe seines Auftrages über das Bauunternehmen oder den Bauträger.

 

Sensibilisierung ist wichtig! Denn solange sowohl die privaten als auch die gewerblichen Bauherren nicht ausreichend für das Thema Schimmel sensibilisiert sind, werden die Reaktionen nie proaktiv sein. Sachverständige erst dann hinzugezogen, wenn bereits ein Schadensfall oder der Verdacht auf einen Schaden vorliegt. Dabei sind Schäden in Höhe von 50.000 Euro bei Schimmelpilzbelastungen keine Seltenheit. Kosten, die durch eine schadstoffübergreifende Gesamtbewertung im Vorfeld der Baumaßnahme und durch das Hinzuziehen von Experten zu vermeiden sind.

 

„Gerade für eine junge Familie ist Schimmel im Neubau ein Supergau“, so Alexander Hoffmann, Jurist und Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz und vertritt die Meinung, dass die Tragweite des Themas Schimmel noch immer nicht beim Verbraucher angekommen ist. Information und Aufklärung ist hier besonders wichtig. Zwar ist Aufklärungsarbeit gegeben, aber es ist noch einiges zu tun: „Schon heute gibt es bei den Verbraucherzentralen Informationsangebote zu Schimmel. Und die Verbraucherzentralen haben hier mehr an Bedeutung verdient“, so MdB Hoffmann. „Doch Verbraucherschutz ist keine Bevormundung. Jeder ist Herr seiner Lage. Und ich will nicht so tun als wäre das Problem nur mit der Beratung gelöst.“

 

Dass akuter Handlungsbedarf besteht, zeigen die Zahlen: „Nach Expertenbefragungen könnten 80 Prozent der deutschen Wohnungen einen verdeckten, nicht sichtbaren Schimmelschaden haben“, informiert Dr. Gerhard Führer vom peridomus Institut. Eine tatsächliche Bestandsaufnahme liege jedoch nicht vor. „Gerade um einerseits Panikmache und andererseits einer Verharmlosung entgegenzuwirken,
besteht hier Forschungs- und Aufklärungsbedarf“, so der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Schadstoffe in Innenräumen. Geklärt werden müsse, in wie viel Prozent der deutschen Gebäude und Wohnungen sich tatsächlich verdeckte, nicht sichtbare, aber dennoch gesundheitlich und / oder wirtschaftlich relevante Schimmelschäden befinden. Und dies getrennt nach Gebäuden im Bestand, Neubauten, öffentliche Gebäuden wie Kindergärten und Schulen etc.

 

Alexander Hoffmann stimmt Dr. Führer zu: „In Bezug auf Schimmelpilzbelastungen in Gebäuden gibt es nur Dunkelzifferschätzungen.“ Für ihn muss geklärt werden: Wo ist tatsächlich Handlungsbedarf? Wie geht der Verbraucherschutz auf Bundesebene mit der Thematik Schimmel um? „Verbraucherschutz ist ein dynamischer Prozess, der sich gerade bei Schimmel stetig weiter entwickeln muss“, so Hoffmann.

 

Auch für Dr. Bernd Kober, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht, hat Information Priorität: „Der Bauherr muss sensibilisiert werden, sonst werden die Handlungen immer nur reaktiv und nie proaktiv sein.“ Dies belegen auch die Erfahrungen von Dipl.-Ing. Architekt Jochen Engelhardt: „Der Endverbraucher weiß bei einem Neubau in der Regel nicht, ob das Haus den aktuellen Vorschriften entspricht.“ Jochen Engelhardt und Bernd Kober befürworten, in die HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) aufzunehmen, dass die Zuständigkeit beim Architekten liegt.

 

Engelhardt gibt zu Bedenken, dass das vorherrschende Normendenken beim Bauen nicht funktioniert. „Hier ist die Norm kein Allheilmittel. Die Raumnutzer unterliegen keiner Norm. Zu verschieden sind - je nach Alter und Lebensweise - die Nutzungsgewohnheiten eines Gebäudes.“ Ausschlaggebend sei für den Einzelnen die Behaglichkeit. Ein Wert, der keiner Norm unterzuordnen sei.

Die Experten sind sich einig: Vor Beginn jeder Baumaßnahme – unabhängig ob private oder öffentliche Gebäude - sollte eine schadstoffübergreifende Gesamtbewertung erfolgen. Sowohl beim Neubau als auch bei der Sanierung eines Gebäudes wird das Know-How von Innenraumhygienikern und Feuchtemanagern benötigt. Hehres Ziel ist ein Abnahmesiegel, eine Art Gütesiegel für jedes Haus.

 

Wichtig ist zudem eine private Rechtsschutzversicherung. Ein Bauherr muss das Risiko eines Schimmelschadens absichern können. Gerade im Sinne des Verbraucherschutzes, so dass er bei einem Streitfall rund ums Haus auf Augenhöhe dem Bauunternehmer, Architekten etc. bzw. deren Versicherungen entgegentreten kann. Der Verbraucherschutz muss stärker und ausführlicher informieren. Die Aufklärung über die gesundheitlichen Risiken von Schimmelpilzbefall in Innenräumen, inklusive der erhöhten Ausfallzeiten von Mitarbeitern, muss ausgeweitet werden. Ebenso die Sensibilisierung für die wirtschaftlichen Risiken, damit sich die Verbraucher über das finanzielle Ausmaß der Sanierung eines schimmelpilzbelasteten Gebäudes im Klaren sind. Kosten, die durch eine schadstoffübergreifende Gesamtbewertung im Vorfeld der Baumaßnahme und das Hinzuziehen von Experten zu vermeiden sind.

 

Hintergrund
Die Kick-Off-Veranstaltung zum Expertentreffen „Schimmel“ fand Anfang Februar im peridomus Institut Dr. Führer statt. Geladen zur fachübergreifenden Diskussion waren ausschließlich Experten aus Dienstleistung, Wirtschaft und Politik.

 

Die Teilnehmer der Fachveranstaltung waren unter anderem Alexander Hoffmann, Jurist und Mitglied des Deutschen Bundestages, Dr. Bernd Kober, Rechtsanwalt für Bau- und Architektenrecht, Dr. Sonja Stahl, Sachverständige für Schimmelpilze, Jochen Engelhardt, Dipl.-Ing. Architekt und Sachverständiger, Bettina Kronier, Produktmanagerin beim Bundesanzeiger Verlag und Thorsten Lenz, Schimmelhundeführer sowie der Gastgeber Dr. Gerhard Führer. Er ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen und Leiter des peridomus Instituts Dr. Führer.


 

01.12.2015

6. Würzburger Schimmelpilz-Forum
Feuchtigkeit in Fußbodenkonstruktionen und deren Folgen
Risiken - Kosten - Vorsorge



Vom 11. bis 12. März 2016 findet das 6. Würzburger Schimmelpilz Forum statt. Im Fokus steht die Feuchtigkeit in Fußbodenkonstruktionen und deren Folgen sowie deren Bedeutung für die Immobilienwirtschaft, die Rechtsprechung, die Versicherungen und die Politik.

 

Fußbodenkonstruktionen sind häufig von Feuchteschäden betroffen. Bei einem Wasserschaden unter dem Estrich reichen in der Regel wenige Tage Feuchtigkeit für das Entstehen eines problematischen Schimmelpilzwachstums aus. Auch unerkannte oder nicht fachgerecht sanierte Wasserschäden, Neubaufeuchte und Kondenswasserbildung durch Wärmebrücken bei mangelnder Dämmung, führen zu Schimmelpilzbelastungen in der Dämmebene von Fußböden.

 

Die mit Schimmelpilzbestandteilen belastete Luft aus dem Unterboden kann über die Randfuge in die Raumluft austreten. Beim Begehen des Fußbodens wird zudem der Unterboden geringfügig zusammengedrückt und damit ein Luftstoß in alle Richtungen ausgelöst. Gesundheitliche Beschwerden wie allergische Reaktionen, Kopfschmerzen, Atemwegserkrankungen etc. können die Folge sein. Eine sachgerechte Sanierung ist dringend erforderlich.

 

Bei einer Sanierung mit Komplettrückbau müssen Fußboden, Estrich und Dämmung sowie evtl. auch die Fußbodenheizung und Rohrleitungen entfernt werden. Ein erheblicher finanzieller Aufwand steht an. Hinzu kommt der Nutzungsausfall der betroffenen Räumlichkeiten und damit logistische Konsequenzen für die Raumnutzer.

 

Doch warum sind gerade Fußbodenaufbauten „schimmelproblematisch“? Ist evtl. bei der heutigen Bauweise eine Schimmelbelastung im Fußboden vorprogrammiert? Fallbeispiele sowie eine Betrachtung unter bautechnischen Gesichtspunkten sollen Antworten geben. Inwieweit energetische Sanierungen die Problematik verschärfen wird beleuchtet. Die Bedeutung von Schimmel im Fußboden für die Immobilienbewirtschaftung, die Versichungswirtschaft, die Rechtsprechung und die Politik wird erläutert.

 

Weitere Themen sind Bioindikatoren für Schimmel, verdeckter Schimmel in Fußbodenkonstruktionen, Feuchtemessungen bei Schimmelschäden in Fußböden und „Keine Feuchtigkeit bei Trockenbau“. Vorgestellt werden die Ergebnisse eines Containerversuches zur Simulation von Schimmelwachstum auf ausgewählten Materialien der Fußbodenkonstruktion. Ein Erfahrungsbericht über vertretbare Alternative(n) zum Komplettrückbau der Fußbodenkonstruktion bildet den Abschluß der Vortragsreihe.

 

Expertenwissen contra kostenträchtiger Sanierungen
Prävention und fachgerechte Sanierungen haben höchste Priorität und müssen schnellstmöglich zum Standard werden. Erforderlich hierfür ist konsequente fachübergreifende Zusammenarbeit, der Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse und der Einsatz aktueller
Nachweismethoden. Darin ist sich der wissenschaftliche Fachbeirat des Würzburger Schimmelpilz-Forums einig.

 

Die Themen des 6. Würzburger Schimmelpilz Forums im Detail:
Warum sind Fußbodenaufbauten „schimmelpilzproblematisch“?
- Fallbeispiel einer betroffenen Institution
- Betrachtung unter bautechnischen Gesichtspunkten
- Verschärfen energetische Sanierungen die Problematik?
- Diskussionsrunde: Wie häufig und wie problematisch sind schimmelbelastete
Fußbodenkonstruktionen?

 

Schimmel im Fußboden
- Wie gehen die Immobilienwirtschaft, die Rechtsprechung, die Versicherungswirtschaft und die Politik damit um?
- Diskussionsrunde: Ist Schimmel in Fußbodenkonstruktionen ein bisher weitgehend unbekanntes gesamtgesellschaftliches Problem?

 

Wie lässt sich Schimmel in Fußbodenkonstruktionen erkennen, beseitigen und vorbeugen?
- Bioindikatoren für Schimmel
- Verdeckter Schimmel in Fußbodenkonstruktionen
- Feuchtemessungen bei Schimmelschäden in Fußböden
- Keine Feuchtigkeit bei Trockenbau
- Containerversuch zur Simulation von Schimmelwachstum auf ausgewählten
- Materialien der Fußbodenkonstruktion
- Vertretbare Alternative(n) zum Komplettrückbau
- Diskussionsrunde: Wie sollen risikoarme Fußbodenkonstruktionen aussehen, um Schimmelwachstum möglichst zu vermeiden?

 

Das 6. Würzburger Schimmelpilz-Forum findet am 11. und 12. März 2016 im Tagungscenter der B. Neumann Residenzgaststätten in Würzburg statt. Das Zwei-Tagesticket kostet 299 Euro zzgl. USt. Imbiss, Getränke und Mittagessen sind inklusive. Die Frühbucher-Rate beträgt bis 10. Februar 2016 nur 249 Euro zzgl. USt.

 

Die Teilnahme an der Abendveranstaltung am 11. März kostet 39 Euro zzgl. USt. Sie beinhaltet einen Rundgang durch das Weingut Juliusspital und eine fränkische Brotzeit.

 

Ausführliche Informationen zum Tagungsprogramm und den Veranstaltungszeiten auf Schimmelpilz-Forum.de


 

15.03.2015

Vorsorge hilft kostenträchtige Fehler zu vermeiden
Kommunale Gebäude sind häufig mit Schimmelpilzen und / oder Bakterien belastet

 

Eine Vielzahl von kommunalen Gebäuden ist mit Schimmelpilzen und / oder Bakterien belastet. In Bildungseinrichtungen wie Schulen oder
Kindergärten beispielsweise werden verdeckte, nicht sichtbare mikrobielle Belastungen in den Innenräumen oft nicht erkannt. Finanzierungsprogramme für energetische Sanierungen haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass innenraumhygienische Probleme nicht beachtet und teilweise auch verschlimmert wurden. Viele Sanierungen wurden unter Zeitdruck geplant und ohne Gesamtkonzept umgesetzt. Die Gegebenheiten in der Gebäudesubstanz wurden ignoriert. Die Abdichtung von Gebäuden durch Vollwärmeschutz und neue Fenster können beispielsweise ohne ein abgestimmtes Heizungs- und Lüftungskonzept sowohl zu sichtbaren als auch
zu verdeckten Schimmelpilzschäden führen.

 

Auch heute werden Erweiterungsmaßnahmen von Kindergärten und Schulen aus wirtschaftlichen Zwängen heraus oftmals nicht zukunftsfähig geplant. Leidtragende sind die Raumnutzer. Erst nach Auftreten von gesundheitlichen Beschwerden werden Maßnahmen ergriffen. Die Erkenntnis, dass die vorangegangene Sanierung nicht fachgerecht erfolgte, kommt oft sehr spät. Die prinzipiell vermeidbaren Folgekosten sind immens. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist vor allem für Kommunen eine mikrobiologische Bestandsaufnahme vor einer anstehenden Generalsanierung oder vor Erweiterungsmaßnahmen von Kindergärten und Schulen
unerlässlich. Unter innenraumhygienischen Gesichtspunkten muss ein konsequenterer Umgang mit Missständen in öffentlichen Gebäuden gefordert werden.

 

Laut Dr. Sonja Stahl, Sachverständige für Schimmelpilze, können gerade durch die interdisziplinäre Bewertung der Bausubstanz von Innenraumanalytikern zusammen mit den ausführenden Architekten und Bausachverständigen in letzter Konsequenz Kosten gespart werden. Den künftigen Raumnutzern ermöglicht dies ein „Aufatmen“ in unbelasteten Räumen.

 

Wie Entscheidungsträger konkret Kosten sparen können, zeigt Dr. Sonja Stahl im Rahmen des Würzburger Schimmelpilz Forums. Sie referiert zum Thema „Mikrobiologische Bestandsaufnahme: Beispiele aus der Praxis“.

 

Das 5. Würzburger Schimmelpilz Forum findet vom 20. bis 21. März 2015 statt. Im Focus der Tagung steht "Schimmel in Gebäuden: Risiken - Kosten - Vorsorge". Themenschwerpunkte am ersten Tag sind die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen von Schimmelschäden sowie die Sanierungskosten bei Schimmelschäden. Der zweite Veranstaltungstag widmet sich der Vorsorge. Themen sind unter anderem die Qualitätssicherung in der Planungsphase, verdeckter Schimmel bei der Neubauabnahme sowie bei der Bestandserneuerung. Veranstalter ist das peridomus Institut Dr. Führer.


 

27.02.2015

Gesundheitliche Folgen von Schimmelschäden
Erhöhte Ausfallzeiten von Mitarbeitern in Unternehmen und Organisationen?

 

Schimmelpilzbelastungen gefährden die Gesundheit. Atemwegserkrankungen, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, allergische und asthmatische Reaktionen, Kopfschmerzen, und erhöhte Infektanfälligkeit sind nur einige der häufig auftretenden gesundheitlichen Beschwerden. Meist werden die gesundheitlichen Folgen von Schimmelschäden nur in Verbindung mit Wohnräumen thematisiert. Doch auch gewerbliche Bauten sind von Schimmelschäden betroffen und auch am Arbeitsplatz kann deshalb eine Gesundheitsgefährdung bestehen. Renate Schlusen, Leiterin Personal im Helmholtz Zentrum für Gesundheit und Umwelt München Neuherberg, referiert daher im Rahmen des Würzburger Schimmelpilz-Forums zum Thema „Erhöhte Ausfallzeiten von Mitarbeitern? Ist Schimmelbefall ein gesetztes Thema in Betrieben und Unternehmen?"


Laut Renate Schlusen haben sich Gesundheitsthemen vor allem für Klein- und Mittelständische Unternehmen in den letzten Jahren zu einem echten Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung und Bindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt. Schließlich verbringen die meisten Menschen einen Großteil ihres Lebens im beruflichen Umfeld. Dabei spielt die Büroarbeit eine immer größer werdende Rolle. Zugleich hat sich das persönliche Gesundheitsverhalten verändert. Doch worauf konzentrieren sich die Betrieblichen Akteure? Ist die Steigerung des Wohlbefindens und der Gesundheit der Beschäftigten und damit die Berücksichtigung entsprechender Erkenntnisse tatsächlich der Beweggrund sich mit Gesundheitsthemen auseinanderzusetzen? Welchen Stellenwert hat hier das Thema Schimmel für das Personalmanagement? Mit dem Vortrag soll ein Einblick in 15 Jahre Erfahrungen gegeben werden. Neben den gesundheitlichen Aspekten stehen beim 5. Würzburger Schimmelpilz-Forum die wirtschaftlichen Folgen sowie die Sanierungskosten bei Schimmelschäden und die Vorsorge vor Schimmelschäden im Fokus. Das Motto der Fachveranstaltung lautet „Schimmel in Gebäuden: Risiken, Kosten, Vorsorge“. In fachwissenschaftlich fundierten Vorträgen wird über neueste wissenschaftlich-technische Erkenntnisse, aktuelle Nachweismethoden und innovative Sanierungstechniken informiert.

 

Das Würzburger Schimmelpilz-Forum findet am 20. und 21. März 2015 in Würzburg im NOVUM Conference & Events statt. Das Zwei-Tagesticket kostet 299 Euro zzgl. USt. Imbiss, Getränke und Mittagessen sind im Preis enthalten. Die Teilnahme an der Abendveranstaltung "Schimmel live" kostet 39 Euro zzgl. USt. Ausführliche Infos unter Schimmelpilz-Forum.de/mooblock}


 

17.12.2014
{mooblock=Ehrenprofessur für Dr. Führer
Dr. Gerhard Führer wurde für sein besonderes Engagement von der Donau-Universität Krems (Österreich) die Ehrenprofessur verliehen.}
Main Post und Wirtschaft in Mainfranken berichten.

 


 

12.11.2014

Sparen, egal was es kostet
 5. Würzburger Schimmelpilz-Forum
Schimmel in Gebäuden: Risiken, Kosten, Vorsorge

 

„Schimmel in Gebäuden: Risiken, Kosten, Vorsorge" lautet das Motto des 5. Würzburger Schimmelpilz Forums am 20. und 21. März 2015. Im Fokus stehen die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen von Schimmelschäden, die Sanierungskosten bei Schimmelschäden und die Vorsorge. Im Rahmen fachwissenschaftlich fundierter Vorträge und Diskussionsrunden erlangen die Teilnehmer das entsprechende Know How, denn nur mit diesem Wissen lassen sich bereits mit geringem Aufwand kostenträchtige Fehler und damit verbundene Folgesanierungen vermeiden.

 

Sparen, egal was es kostet, scheint der zentrale Dreh- und Angelpunkt bei der Entstehung von Schimmelschäden und der Sanierung bei Schimmelpilzbelastungen zu sein. Denn obwohl eine mikrobiologische Bestandsaufnahme vor einer Sanierung wichtige Erkenntnisse und Hinweise über den Umfang und die Art der auszuführenden Arbeiten liefert und damit einer erneuten Sanierung vorgebeugt, erfolgt nur bei weniger als 20 Prozent aller Sanierungen im Vorfeld eine mikrobiologische Bestandsaufnahme. Darin sind sich 82 Prozent der im Rahmen des Würzburger Schimmelpilz Forums befragten Fachleute einig*. Den Grund hierfür sehen fast die Hälfte der Befragten im mangelnden Wissen der Bauherrn und dem fehlenden Know How der den Bau ausführenden Unternehmen. Die andere Hälfte nannte Kosteneinsparung als Hauptargument. Fatal, denn gerade bei konventionellen Untersuchungsverfahren, wie z. B. Feuchtigkeitsmessungen, werden verdeckte und nicht sichtbare Schimmelschäden häufig übersehen. Die überwiegende Mehrheit der Befragten geht davon aus, dass dies bei mindestens 50 Prozent der Schimmelschäden der Fall ist. Auch bei der Ausführung der Sanierung dreht sich alles um Kosteneinsparungen. Mindestens 70 Prozent der Sanierungen bei Schimmepilzbelastungen werden nur "kosmetisch" und nicht fachgerecht ausgeführt. So die Aussage der Mehrzahl der Befragten. Dabei haben Falschsanierungen bei Schimmelpilzbefall kostenintensive Zweitsanierungen zur Folge, warnt Dr. Gerhard Führer, Leiter des Instituts Peridomus und Veranstalter des Würzburger Schimmelpilz Forums. „Das sind Kosten, die sowohl die gewerblichen und privaten Bauherrn, die Immobilien- und Wohnungswirtschaft, Bau- und Sanierungsunternehmen, Architekten, Bausachverständigen und die Versicherungsunternehmen enorm belasten.“

 

Noch immer spielt die Desinfektion in Innenräumen eine große Rolle. Und das, obwohl das Umweltbundesamt in Berlin schon 2009 die Empfehlung aussprach, fachgerechte Sanierungen ohne Desinfektionsmittel durchzuführen. Doch warum wird noch immer in Innenräumen desinfiziert? Gemäß der Umfrage befinden von den Bauherren und den am Bau beteiligten Unternehmen ca. 30 Prozent die Desinfektion als einfach in der Handhabung. Weitere 30 Prozent schätzen sie als preisgünstig ein. 20 Prozent wenden sie an, weil sie selbst ausführbar ist. Doch man darf hoffen: Ein Drittel der Befragten prognostizieren eine Tendenz dahingehend, dass in Zukunft weniger desinfiziert werden wird. Mit dem richtigen Expertenwissen lassen sich bereits mit geringem Aufwand kostenträchtige Fehler und die damit verbundenen Folgesanierungen vermeiden. Darin ist sich der Expertenrat des Würzburger Schimmelpilz Forums einig. Ein Beleg hierfür sind Neubauten. Gerade hier scheint der unüberlegt lockere Umgang mit Wasser, Leckagen oder Wasserschäden die Hauptursache für Schimmelschäden zu sein. 91 Prozent der Befragten befürworten daher ein Feuchtemanagement durch Experten. Zumal viele Präventivmaßnahmen wie z. B. der Schutz des Rohbaus vor Wasser oder der Schutz der noch nicht verbauten Materialien vor Niederschlagswasser, auf den Baustellen häufig nicht beachtet werden. Etwa die Hälfte der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass auch hier bei den am Bau Beteiligten das benötigte Wissen fehlt oder nicht in die Praxis umgesetzt wird. Ein weiterer Grund für
die fehlende Prävention sind vermeintliche Kosteneinsparungen.

 

Bau- und Aufklärungspraxis wichtiger denn je
Fehlendes Fachwissen und sparen an der falschen Stelle sind beides Faktoren, die längerfristig betrachtet unnötige Folgekosten verursachen. Fachgerechte Sanierungen haben daher höchste Priorität und müssen im Interesse aller am Bau Beteiligten baldmöglichst zum Standard werden. So die Forderung des wissenschaftlichen Fachbeirats des Würzburger Schimmelpilz Forums. Erreicht werden kann dies durch konsequente fachübergreifende Zusammenarbeit, Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse und den Einsatz aktueller Nachweismethoden. Entsprechend dieser Forderung gestaltet sich das Tagungsprogramm des 5. Würzburger Schimmelpilz Forums. Geklärt und erörtert werden unter anderem Themen wie:

 

Schimmelschäden – gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen
- Gesundheit: Bericht eines Betroffenen
- Erhöhte Ausfallzeiten von Mitarbeitern
- Falschgutachten und Haftungsfolgen
- Welche Folgen haben Schimmelrisiken/-schäden für Wohnungsbewirtschafter?
- Diskussionsrunde: Warum haben alle Angst davor, Schimmel zu entdecken?

 

Sanierungskosten bei Schimmelschäden – Sparen, egal was es kostet
- Schimmel und Gesundheit unter ökonomischen Gesichtspunkten
- Mikrobiologische Bestandsaufnahme vs. Sanierungskosten
- Folgen und Sanierungskosten von Schimmelschäden bei der Wertermittlung
und Sanierung
- Diskussionsrunde: Was kostet uns der ungewollte Schimmel?

 

Vorsorge vor Schimmelschäden – mit geringem Aufwand kostenträchtige
Fehler vermeiden
- Ist „Total Quality Building (TQB)“ zertifizierte Schimmelvorsorge?
- Qualitätssicherung in der Planungsphase zur Schimmelvermeidung
- Verdeckter Schimmel bei der Neubauabnahme
- Bestandserneuerung: (Verdeckten) Schimmel erkannt oder überbaut?
- Diskussionsrunde: Vorsorge vor Schimmelschäden: Warum tut´s keiner?

 

Das 5. Würzburger Schimmelpilz Forum findet am 20. und 21. März 2015 im NOVUM Conference & Events in Würzburg statt. Das Zwei-Tagesticket kostet 299 Euro zzgl. MwSt. Imbiss, Getränke und Mittagessen sind inklusive. Die Frühbucher-Rate beträgt bis 20. Januar 2015 nur 249 Euro plus MwSt.

 

Ausführliche Informationen zum Tagungsprogramm und den
Veranstaltungszeiten auf www.Schimmelpilz-Forum.de /mooblock}


 

05.12.2013
{mooblock=4. Würzburger Schimmelpilz Forum am 21. und 22. März 2014
Sanierung der Sanierung!
Ursachen, Auswirkungen und Vermeidung von Falschsanierungen bei Schimmelpilzbefall}Falschsanierungen bei Schimmelpilzbefall haben kostenintensive Zweitsanierungen zur Folge, die sowohl die gewerblichen und privaten Bauherrn, die Immobilien- und Wohnungswirtschaft, Bau- und Sanierungsunternehmen, Architekten, Bausachverständigen und nicht zuletzt die Versicherungsunternehmen enorm belasten. „Sanierung der Sanierung“ lautet daher das Motto des 4. Würzburger Schimmelpilz Forums am 21. und 23. März 2014 . Im Focus stehen Ursachen und Auswirkungen von Falschsanierungen bei Schimmelpilzbefall, ein neues Verfahren zum Erkennen von verdeckten, nicht sichtbaren Schimmelschäden sowie die Vermeidung von (Falsch)Sanierungen.

Himmelstadt, 5. Dezember 2013. Bundesweit wird bei Schimmelpilzbelastung mindestens jede zweite Sanierung nicht fachgerecht ausgeführt. Dreiviertel der befragten Architekten, Bausachverständigen, Bau- und Sanierungsunternehmer sowie Juristen gehen sogar davon aus, dass 70 Prozent der Sanierungen fehlerhaft sind.
Falschsanierungen bei Schimmelpilzbefall haben kostenintensive Zweitsanierungen zur Folge. Kosten, die sowohl die gewerblichen und privaten Bauherrn, die Immobilien- und Wohnungswirtschaft, Bau- und Sanierungsunternehmen, Architekten, Bausachverständigen und nicht zuletzt die Versicherungsunternehmen enorm belasten, weiß Dr. Gerhard Führer, Leiter des Instituts Peridomus und Veranstalter des Würzburger Schimmelpilz Forums.
Einige Versicherer haben bereits „Vorsorge“ getroffen und die Kosten für Sanierungen bei Schimmelpilzbelastungen aus ihren Versicherungsleistungen ausgeschlossen. Besteht jedoch keine Versicherungsleistung (mehr), kann ein Schimmelschaden schnell zum wirtschaftlichen Ruin des schadenverursachenden Unternehmens führen und zum Alptraum für den Bauherrn werden. Gerichtsprozesse und Beweissicherungsverfahren gegen Architekten, Sachverständige oder nicht fachgerecht arbeitende Unternehmen belegen bereits die möglichen wirtschaftlichen und haftungsrechtlichen Folgen einer fehlerhaften Sanierung für die Schadensverursacher.


Bau- und Aufklärungspraxis erforderlich
Fachgerechte Sanierungen müssen baldmöglichst zum Standard werden, fordert daher der Wissenschaftliche Fachbeirat des Würzburger Schimmelpilz Forums. Erreicht werden kann dies durch konsequente fachübergreifende Zusammenarbeit, den Austausch wissenschaftlich-technischer Erkenntnisse und durch den Einsatz aktueller Nachweismethoden.
Dementsprechend gestaltet sich das Tagungsprogramm des 4. Würzburger Schimmelpilz Forums: Ursachen und Auswirkungen von Falschsanierungen sowie die Validierung eines neuen Verfahrens zum Erkennen von verdeckten, nicht sichtbaren Schimmelschäden in Gebäuden unter Einbezug des „Messinstruments Schimmelspürhund“ sind die Schwerpunkte des ersten Tages. Dabei bietet die Fachtagung erstmals auch Betroffenen ein Forum. Im Focus des zweiten Veranstaltungstages steht die Vermeidung von Falschsanierungen und die prinzipielle Vermeidung von Schimmelschäden.


Geklärt und erörtert werden beim 4. Würzburger Schimmelpilz Forum unter anderem Themen wie:


Ursachen und Auswirkungen von Falschsanierungen

  • Schimmelsanierung: Anspruch und Wirklichkeit?
  • „Alle“ Feuchtigkeitsursachen erkennen und beseitigen
  • Fallbeispiele: Betroffene melden sich zu Wort
  • Wie kann man Schimmelschäden prinzipiell vermeiden?
  • Diskussionsrunde: Warum kommt es zu Falschsanierungen?


Validierung eines neuen Verfahrens zum Erkennen von verdeckten, nicht sichtbaren Schimmelschäden in Gebäuden unter Einbezug des „Messinstruments Schimmelspürhund“

  • Vorgehen vor Ort und praktische Erfahrungen
  • Laboranalytik, Normen und Leitfäden etc.
  • Diskussionsrunde: Wie wahrscheinlich ist das „Übersehen“ eines verdeckten, nicht sichtbaren Schimmelschadens mit konventionellen Untersuchungsverfahren?


Vermeidung von Falschsanierungen und Schimmelschäden

  • Die Irrtümer der DIN 4108 bei der Schimmelvermeidung und -sanierung
  • Wie geht ein Projektsteuerer mit Schimmelschäden um?
  • Studie: Schimmel in Neubauten – Häufigkeit und Vermeidung“
  • Erkennen von Schimmel im Dach und Sanierungen von Dachschäden
  • Diskussionsrunde: Wie können zukünftig Schimmelschäden und die „Sanierung der Sanierung“ vermieden werden?


Das 4. Würzburger Schimmelpilz Forum findet am 21. und 22. März 2014 im Schönbornsaal der Residenz-Gaststätten statt. Das Zwei-Tagesticket kostet 299 Euro zzgl. MwSt. Speisen und Getränke sowie die Teilnahme an der Abendveranstaltung „Schimmel live“ sind inklusive. Die Frühbucherrate beträgt bis 20. Januar 2014 nur 249 Euro plus MwSt. Ausführliche Informationen zum Tagungsprogramm und den Veranstaltungszeiten auf
www.schimmelpilz-Forum.de


Mitglieder des wissenschaftlichen Fachbeirats:
Prof. Dr.-Ing. Ulrich Bogenstätter, Fachhochschule Mainz
Rechtsanwalt Hans-Dieter Fuchs, Anwaltskanzlei Fuchs und Kollegen, München
Prof. Dr. Christian Hanus, Leiter des Departments Bauen und Wohnen, Donau-Universität Krems (Österreich)
Dr. Christoph Trautmann, Umweltmykologie GbR, Berlin
Prof. Dr.-Ing. habil. Claus Meier, Architekt SRL, Nürnberg
Dr. Gerhard Führer, peridomus Institut Dr. Führer, Würzburg/Himmelstadt
Chefredakteur Gerd Warda, Wohnungswirtschaft heute, Bosau



03.07.2013

Experten warnen: Fehlerhafte Sanierungen nach Hochwasser gefährden die Gesundheit der Betroffenen und verursachen enorme Folgekosten

Himmelstadt, 3. Juli 2013. Unzählige Haushalte, Unternehmen und Organisationen wurden Opfer der jüngsten Hochwasserkatastrophe. Nasse Keller, feuchte oder in vielen Fällen sogar durchnässte Hauswände, Fußböden und Möbel sind die Folge der Überschwemmungen. Zunächst scheinen für die Betroffenen die Probleme mit dem Rückgang des Hochwassers, den abgeschlossenen Reinigungsarbeitenund scheinbar wirkungsvollen Schönheitsreparaturen gelöst. Doch häufig können trotz der Nutzung von BautrocknungsgerätenWände und Böden nicht schnell genug durchtrocknen.
Feuchtigkeit ist jedoch die Grundlage für das Wachstum von gesundheitsgefährdenden Schimmelpilzen und Bakterien. Dabei benötigen diese keine Nässe – ausreichend ist schon eine gewisse Materialfeuchte. Innerhalb weniger Tage bilden sich diese Mikroorganismen, wenn sie nicht schon direkt durch verschmutztes (Hoch)Wasser eingetragen wurden.


Besonders problematisch sind dabei schwer einsehbare Hohlräume, in die das Wasser eindringen konnte, wie beispielsweise bei Installationsleitungen oder auch unter den Estrich. Die Trocknung kann hier Monate dauern.„Sichtbarer Schimmel ist häufig nur die Spitze des Eisberges“, warnt Dr. Gerhard Führer, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen. „Regelmäßig sind diese offensichtlichen Schäden mit verdeckten, nicht-sichtbaren mikrobiellen Belastungen vergesellschaftet, die weitaus gefährlicher sind.“ Denn obwohl die für viele Schimmelpilzarten typischen grau-schwarzen Verfärbungen mit pelzigen Strukturen an den Oberflächen (noch) gar nicht zu sehen sind, liegt ein massives Schimmelpilz- oder Bakterienproblem vor. „Gerade dann, wenn Feuchtigkeit beispielsweise in die nicht einsehbare Dämmebene der Fußbodenkonstruktion gelangt, führt dies dort innerhalb weniger Tage zu einer mikrobiellen Aktivität“, weiß Dr. Führer. „Feuchtigkeit ist nun mal die Grundvoraussetzung für jedes Schimmelpilz- und Bakterienwachstum“, so der Experte.


Schimmelpilze können krank machen, das belegen viele Studien. Häufig treten gesundheitliche Beschwerden wie Atemwegserkrankungen, allergische und asthmatische Reaktionen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und erhöhte Infektanfälligkeit auf. Eine sachgerechte Sanierung ist daherdringend nötig. Doch hier ist Vorsicht geboten. Experten gehen davon aus, dass bundesweit mindestens jede zweite Sanierung bei einer Schimmelpilzbelastung nicht fachgerecht ausgeführt wird und daher erneut saniert werden muss. So das Ergebnis einer Expertenbefragung im Rahmen des 3. Würzburger Schimmelpilz Forums im März dieses Jahres. Dreiviertel der Befragten gehen sogar davon aus, dass 70 Prozent der Sanierungen fehlerhaft sind. Die Hauptgründe hierfür liegen im mangelhaften Wissen der ausführenden Unternehmen und in der Tatsache, dass dieSchäden im Vorfeld nicht korrekt eingeschätzt bzw. begutachtetwurden. Darin sind sich immerhin 83 Prozent der befragten Architekten, Bausachverständigen, Bau- und Sanierungsunternehmer sowie Juristen einig. Enorme Folgekosten für die Sanierung der Sanierung und eine erneute Minderung der Lebensqualität der Bewohner sind die Folge. Kosten und Unannehmlichkeiten die unbedingt vermeidbar wären, weiß Dr. Führer, Leiter des unterfränkischen Instituts Peridomus. Eine mikrobiologische Bestandsaufnahme vor der Sanierung würde wichtigeErkenntnisse liefern, Hinweise auf die auszuführenden Arbeiten geben und so letztendlich einer Folgesanierung vorbeugen. Doch gemäßder Expertenbefragung findet derzeit höchstens bei 10 Prozent der zu sanierenden Gebäude im Vorfeld eine mikrobiologische Bestandsaufnahme statt.


Dr. Gerhard Führer ist spezialisiert auf Schimmelpilzbelastungen und kennt die Problematik der Betroffenen sehr gut. Häufig ist im Vorfeld einer Folgesanierung der Rat seines Instituts gefragt. „50.000Euro oder mehr sind für eine fachgerechte Sanierung beispielsweise von Fußbodenkonstruktionen keine Seltenheit“, berichtet Führer. Er empfiehlt daher bereits im Vorfeld der Erstsanierung einen Fachgutachter zu Rate zu ziehen, der sich auf Schimmelpilzbelastungen oder Schadstoffe spezialisiert hat, denn diese verfügen über das fachspezifische Know-how, das bei derart komplexen Sachverhalten erforderlich ist. Oftmals werden im Expertengespräch auch wertvolle Tipps und kostengünstige Sanierungsalternativen aufgezeigt, wie beispielsweisebei der Sanierung der Dämmebene von Fußböden. Hier kann der Einsatz eines diffusionsoffenen Estrichfugensystems den kosten- und zeitintensiven Komplettrückbau der gesamten Fußbodenkonstruktion ersetzen.



28.05.2013

Aktuelle Expertenumfrage belegt:
Mindestens jede zweite Sanierung bei Schimmelpilzbefall fehlerhaft!

Bundesweit wird mindestens jede zweite Sanierung bei einer Schimmelpilzbelastung nicht fachgerecht ausgeführt und muss erneut saniert werden, so das Ergebnis einer Expertenbefragung im Rahmen des 3. Würzburger Schimmelpilz Forums. Dreiviertel der Befragten gehen sogar davon aus, dass 70 Prozent der Sanierungen fehlerhaft sind.
Die Hauptgründe dafür liegen zum einen im mangelhaften Wissen der ausführenden Unternehmen, zum anderen in der Tatsache, dass die Schäden im Vorfeld nicht korrekt eingeschätzt bzw. begutachtet wurden. Darin sind sich immerhin 83 Prozent der befragten Architekten, Bausachverständigen, Bau- und Sanierungsunternehmer sowie Juristen einig. Dabei würde eine mikrobiologische Bestandsaufnahme vor der Sanierung wichtige Erkenntnisse liefern, Hinweise auf die auszuführenden Arbeiten geben und so letztendlich einer Folgesanierung vorbeugen. Doch nach Schätzung der Experten findet derzeit höchstens bei 10 Prozent der zu sanierenden Gebäude im Vorfeld eine mikrobiologische  Bestandsaufnahme statt.


Würzburg, 28. Mai 2013. Im Rahmen des 3. Würzburger Schimmelpilz Forums am 8. und 9. März 2013, fand eine Befragung der rund 120 Teilnehmer aus Deutschland und Österreich statt. Thema: Schimmelpilzbelastungen in Neubauten und bei Gebäuden im Bestand. Laut Umfrage des Instituts Peridomus gehen fast 90 Prozent der befragten Architekten, Bausachverständigen, Bau- und Sanierungsunternehmer sowie Juristen davon aus, dass bundesweit jede zweite Sanierung bei Schimmelpilzbefall nicht fachgerecht ausgeführt wird. Die Mehrheit der Befragten geht sogar davon aus, dass 70 Prozent dieser Sanierungen fehlerhaft sind.
Falschsanierungen haben kostenintensive Zweitsanierungen zur Folge. Kosten, die laut Dr. Gerhard Führer, Leiter des Instituts Peridomus und Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen, vermeidbar wären.


Die Hauptgründe sind Fehleinschätzungen vermeintlicher „Experten“ und Unternehmen.  Darin sind sich immerhin 83 Prozent der Befragten einig. Dabei würde eine mikrobiologische Bestandsaufnahme vor der Sanierung wichtige Erkenntnisse liefern, Hinweise auf die auszuführenden Arbeiten geben und so einer Folgesanierung vorbeugen. Auch kann mit einer systematischen Vorgehensweise der Schadensumfang eingegrenzt werden um unnötige Kosten zu vermeiden. Doch bei höchstens 10 Prozent der zu sanierenden Gebäude erfolgt vor der Sanierung eine mikrobiologische Bestandsaufnahme, so die Einschätzung der Mehrzahl der Experten.


Schimmelschäden in Neubauten und im Bestand standen im Fokus des 3. Würzburger Schimmelpilz Forums. Weit verbreitete oder gar übliche Sanierungsfehler wurden aufgezeigt und aufgearbeitet. „Gerade bei der Sanierung von Schimmelpilzbelastungen werden grundlegende Dinge wie fachgerechte Vorgehensweisen und anerkannte Verfahren in erschreckender Weise nicht beachtet“, warnt Dr. Führer. „Oftmals sind scheinbare "Fachleute" mit unterschiedlichsten Qualifikationen und Interessen am Werk. Hier gilt es aufzuzeigen, dass das "Schmuddelthema Schimmel" häufig auf banalen (bau-)technischen und (bau-)physikalischen Grundlagen bzw. Schäden beruht und damit oftmals einen haftungs- bzw. gewährleistungsrelevanten Verursacher besitzt.“ Wegen fehlender mikrobiologischer Kenntnisse wurden in der Vergangenheit oftmals Falschbegutachtungen durchgeführt, was zukünftig vermehrt haftungsrechtlich relevant sein wird.


Nach der Sanierung ist vor der Sanierung
Falsche oder unvollständige Begutachtung, falsches Sanieren aufgrund eines mangelhaften Wissens, Gutgläubigkeit der Betroffenen - "Die Liste derer, die nach einer fehlerhaften Sanierung vor einer Folgesanierung stehen, ist mindestens so lang wie die Folgekosten hoch sind", so Dr. Gerhard Führer. Der Sachverständige für Schadstoffe in Innenräumen ist spezialisiert auf Schimmelpilzbelastungen und kennt die Problematik der Betroffenen sehr gut. Oftmals ist im Vorfeld einer Folgesanierung der Rat seines Instituts gefragt. „50.000 Euro oder mehr sind für eine fachgerechte Sanierung von Fußboden- oder Dachkonstruktionen keine Seltenheit“, weiß Gerhard Führer. Einige Versicherungsunternehmen haben sogar seit 2010 die Kosten für Sanierungen bei Schimmelpilzbelastungen aus ihren Versicherungsleistungen ausgeschlossen. Daraus ergeben sich Konsequenzen für alle am Bau Beteiligten, denn wenn keine Versicherungsleistung (mehr) besteht, kann ein Schimmelschaden schnell zum wirtschaftlichen Ruin des schadenverursachenden Unternehmens führen und zum Alptraum für den Bauherrn werden. Erste Gerichtsprozesse und Beweissicherungsverfahren gegen "unwissende" Architekten und Sachverständige oder nicht fachgerecht arbeitende Unternehmen belegen bereits die möglichen wirtschaftlichen und haftungsrechtlichen Folgen einer fehlerhaften Sanierung für die Schadensverursacher.

Die hohen Schadenspotentiale erfordern auch, dass Sachverständige auf mögliche verdeckte, nicht sichtbare Schimmelpilzbelastungen hinweisen oder spezialisierte Fachgutachter einbeziehen. Denn: Die fachlichen Beurteilungen von Sachverständigen müssen u. a. dem aktuellen Stand der Wissenschaft, Technik und Forschung entsprechen.  Doch gerade bei komplexen Sachverhalten wie verdeckten Schimmelschäden, ist nicht davon auszugehen, dass Bausachverständige über dasselbe fachspezifische Know-how verfügen wie Spezialisten, also Sachverständige für Schimmelpilzbelastungen oder für Schadstoffe. Vergleichbar ist dies mit der aus der Medizin bekannten Zusammenarbeit von Allgemeinmediziner und Facharzt. Auch hier verfügt verständlicherweise ein Allgemeinmediziner nicht über das fachspezifische Wissen eines Facharztes. Spätestens dann, wenn ein Bausachverständiger – bei Abnahme eines Neubaus oder im Rahmen eines Wasserschadens – einen Schimmelschaden „übersieht“ bzw. falsche Schlussfolgerungen zieht, kann sich dies schnell zu einem haftungsrechtlichen Problem entwickeln. Gerade bei Schimmelpilzbelastungen ist der Übergang zwischen leichter und grober Fahrlässigkeit fließend, wie Juristen ausführen.


Bau- und Aufklärungspraxis erforderlich
Im Rahmen des 3. Würzburger Schimmelpilz-Forums forderte Dr. Führer - im Interesse der Betroffenen und der ausführenden Unternehmen – zu einer befriedigenden Bau- und Aufklärungspraxis auf. Oberstes Ziel einer Sanierung, so Führer, müsse das Vermeiden einer Folgesanierung und der damit zusätzlich entstehenden Kosten sein. Führer ist davon überzeugt, dass durch konsequente fachübergreifende Zusammenarbeit, durch den Austausch wissenschaftlich-technischer Erkenntnisse und durch den Einsatz aktueller Nachweismethoden fachgerechte Sanierungen bei Schimmelpilzbelastungen baldmöglichst zum Standard werden und nicht nur eine Ausnahme bleiben: "Mittlerweile gibt es ein funktionierendes Netzwerk, bestehend aus wissenden und fortbildungswilligen Bausachverständigen, Innenraumsachverständigen, Juristen und fachgerecht arbeitenden Unternehmen. Doch für den Betroffenen ist es leider nach wie vor sehr schwer die Spreu vom Weizen zu trennen."


Ursachenforschung und Aufklärung
Ursachenforschung und Aufklärung bei Schimmelpilzbelastungen lieferten die Experten des 3. Würzburger Schimmelpilz Forums. Referenten aus Deutschland und Österreich  informierten das Fachpublikum über neueste wissenschaftlich-technische Erkenntnisse, aktuelle Nachweismethoden und innovative Sanierungstechniken:


Dr. Christian Hanus, Dipl. Arch. ETH vom Department für Bauen und Umwelt der Donau-Universität Krems in Österreich, Leiter des Zentrums für Baukulturelles Erbe moderierte das Würzburger Schimmelpilzforum.


„Wo und wie häufig sind verdeckte Schimmelschäden zu erwarten“ erläuterte Dr. Gerhard Führer, ö. b. u. v. Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen und Leiter des unterfränkischen Instituts Peridomus.


Rechtsanwalt Wolfgang Jacobs, Geschäftsführer des Bundesverbandes öffentlich bestellter Sachverständiger (BVS), Geschäftsstelle Berlin, informierte über die Haftungsrechtlichen Grundlagen bei der Beauftragung von Sachverständigen – Abgrenzung zwischen Bauschadenssachverständigen und Spezialisten.


Zum Thema „(Verdeckter) Schimmel: Die Rolle von Richtern und Rechtsanwälten mit Vergleich Deutschland – Österreich“ referierte Dr. jur. Alfred Popper aus Wien. Popper ist Richter a. D., langjähriger Mietenrichter und Lektor an der Technischen Universität Wien.


„Was ist bei einer fachgerechten Schimmelpilzsanierung zu berücksichtigen?“ lautete der Vortrag von Dr.-Ing. Wolfgang Lorenz vom Institut für Innenraumdiagnostik in Düsseldorf. Lorenz ist Vorsitzender des Bundesverbandes Schimmelpilzsanierung (BSS e. V.) und Mitglied der Innenraumlufthygienekommission des Umweltbundesamtes.  


Über Schimmelschäden aus Sicht betroffener Kommunen berichteten Sabine Lutz und Harald Führer. Sabine Lutz, 1. Bürgermeisterin der Gemeinde Grafenrheinfeld, informierte über Schimmelschäden in einem Neubau.
Harald Führer, Kreisrat im Kreistag Main-Spessart, Bürgermeister a. D. der Gemeinde Himmelstadt, berichtete am Beispiel einer Sanierung über Schimmelschäden in einem Bestandsgebäude.


„Sanierung eines Hohlraumbodens“ lautete der Vortrag von Stefan Bollow, Christoph Werner und Michael Roddewig. Dipl.-Ing. Stefan Bollow vom Sachverständigenbüro Analysenservice Innenraum, Hamburg referierte aus Sicht eines Sachverständigen. Christoph Werner, Geschäftsführer der Bauunternehmung Damian Werner GmbH in Kalbach/Fulda, betrachtete die Thematik aus Sicht eines Unternehmers.
Michael Roddewig, Geschäftsführung Schadstoffsanierung in der ENTOX Entsorgung toxischer Baustoffe GmbH, Kalbach, schilderte die Sichtweise eines Technikers.


Dipl.-Ing. Thomas Lewicz, geschäftsführender Gesellschafter der SMV Bauprojektsteuerung Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin, referierte zu „Schimmel im Neubau aus Sicht eines Projektsteuerers“.


Die Vermeidung von Schimmel am Bau im Widerstreit von Technik, Wirtschaft und Justiz behandelte Martin Buchner, Msc, Projekt- und Bauleiter bei Kroh & Partner Ziviltechniker in Linz, Österreich.


Dipl.-Ing. Bernhard Riedl aus München, Architekt und ö. b. u. v. Sachverständiger für Schäden in Gebäuden, stellte ausgewählte Sanierungs- und Vermeidungsbeispiele mit Detaillösungen vor.


Die Abschlussdiskussion mit Impulsreferat leitete Gerd Warda, Chefredakteur von Wohnungswirtschaft heute, Bosau.

Initiator und Veranstalter ist das unterfränkische peridomus Institut Dr. Führer. Der Tagungsband zum 3. Würzburger Schimmelpilz Forum kann kostenlos als pdf-Datei über die Website des Veranstalters www.peridomus.de angefordert werden. Im nächsten Jahr findet das Fachforum am Freitag, dem 21. und Samstag, dem 22. März statt.
www.schimmelpilzforum.info


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Christine Scharf
Telefon +49 9364 8157950
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18.02.2013

Schimmelpilzbelastung: Nach der Sanierung ist vor der Sanierung

Würzburg, 18. Februar 2013. Falsche Begutachtung durch Sachverständige, falsches Sanieren von Bau- und Trockungsunternehmen etc. - "Gründe gibt es viele und die Liste derer, die nach einer mangelhaften Schimmelpilzsanierung vor einer Schimmelpilzsanierung stehen, ist mindestens so lang wie die Folgekosten hoch sind", weiß Dr. Gerhard Führer, Leiter des unterfränkischen Instituts Peridomus und öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen.


Führer ist spezialisiert auf Schimmelpilzbelastungen und kennt die Problematik der Betroffenen sehr gut. Oftmals ist gerade im Vorfeld einer Folgesanierung der Rat seines Instituts gefragt. Im Rahmen des 3. Würzburger Schimmelpilz-Forums fordert Dr. Führer daher zum Umdenken auf. Oberstes Ziel einer Sanierung muss im Interesse der Betroffenen und der ausführenden Unternehmen das Vermeiden einer Folgesanierung und der damit entstehenden Kosten sein. Gezielt richtet sich das Vortragsprogramm daher auch an Sachverständige, Sanierungs- und Trocknungsfirmen. Praxisnah wird aufgezeigt wo versteckte Fehlerquellen liegen, worauf bei einer korrekten Sanierung zu achten ist. Ausgewählte Sanierungs- und Vermeidungsbeispiele geben konkrete Detaillösungen. Juristen zeigen auf, welche haftungsrechtlichen Auswirkungen eine falsche Begutachtung durch Sachverständige und / oder ein falsches Sanieren für Bau-Trocknungsunternehmen hat bzw. haben kann. Erste Gerichtsprozesse und Beweissicherungsverfahren gegen "unwissende" oder nicht fachgerecht arbeitende Unternehmen belegen bereits die möglichen wirtschaftlichen und haftungsrechtlichen Folgen einer fehlerhaften Sanierung für die ausführenden Unternehmen.


Führer hofft, dass fachgerechte Schimmelsanierungen baldmöglichst zum Standard werden und nicht nur eine Ausnahme bleiben: "Mittlerweile gibt es ein funktionierendes Netzwerk, bestehend aus wissenden und fortbildungswilligen Bausachverständigen, Innenraumsachverständigen, Juristen und fachgerecht arbeitenden Unternehmen, doch für den Betroffenen ist es nach wie vor sehr schwer die Spreu vom Weizen zu trennen."


Das 3. Würzburger Schimmelpilz Forum findet am Freitag, dem 8. und Samstag, dem 9. März im Tagungsbereich der Residenz-Gaststätten, Würzburg statt. Schwerpunkt sind Schimmelschäden im Neubau und im Bestand. Veranstalter ist das peridomus Institut Dr. Führer. Der Eintritt zur Zwei-Tagesveranstaltung beträgt  299 Euro plus  Mehrwertsteuer. Ausführliche Infos zum Tagungsprogramm, den Referenten und den Veranstaltungszeiten auf
www.schimmelpilzforum.info


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05.02.2013

Haftungsrechtliche Grundlagen bei der Beauftragung von Sachverständigen

Anlässlich des 3. Würzburger Schimmelpilz Forums am 8. und 9. März 2013 referiert Wolfgang Jacobs, Rechtsanwalt und Geschäftsführer des Bundesverbandes b.v.s öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger e. V. in Berlin, über die haftungsrechtlichen Grundlagen bei der Beauftragung von Sachverständigen - Abgrenzung zwischen Bauschadenssachverständigen und Spezialisten?


Würzburg, 5. Februar 2013. Hohe Schadenspotentiale bei Schimmelpilzschäden in Neubauten und Gebäuden im Bestand erfordern, dass Sachverständigen-Gutachten auf mögliche verdeckte, nicht sichtbare Schimmelpilzbelastungen hinweisen. Wie kürzlich in einem Gerichtsurteil bestätigt, müssen die fachlichen Beurteilungen von Sachverständigen u. a. dem aktuellen Stand der Wissenschaft, Technik und Forschung entsprechen. Doch gerade bei extrem komplexen Sachverhalten, wie verdeckten Schimmelschäden, ist nicht davon auszugehen, dass Bausachverständige über das fachliche Know-how, beispielsweise für eine mikrobiologische Bestandsaufnahme verfügen. Spätestens dann, wenn ein Sachverständiger – bei Abnahme eines Neubaus oder im Rahmen eines Wasserschadens – einen Schimmelschaden übersieht bzw. falsche Schlussfolgerungen zieht, entwickelt sich dies schnell zu einem haftungsrechtlichen Problem. Und gerade bei Schimmelpilzbelastungen ist der Übergang zwischen leichter und grober Fahrlässigkeit fließend.


Wolfgang Jacobs, Rechtsanwalt und Geschäftsführer des Bundesverbandes b.v.s öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger e. V., Berlin, weiß um diese Problematik. Anlässlich des 3. Würzburger Schimmelpilz Forums referiert er daher über die haftungsrechtlichen Grundlagen bei der Beauftragung von Sachverständigen und informiert inwieweit eine Abgrenzung zwischen Bauschadenssachverständigen und Spezialisten erforderlich ist.
Eine Umfrage des Instituts Peridomus im März letzten Jahres hatte ergeben, dass 79 Prozent der Befragten Architekten, Bausachverständigen, Bau- und Sanierungsunternehmer sowie Juristen, den bundesweiten Sachschaden von Schimmelschäden in Neubauten auf mindestens 5 Milliarden Euro schätzen. Rund 40 Prozent der Befragten sehen das Sachschadenspotential sogar bei 20 Milliarden Euro und mehr. 64 Prozent gehen davon aus, dass nur 10 Prozent der belasteten Neubauten sachgerecht saniert werden. Das wiederum bringt Folgekosten deren Ausmaß sich kaum abschätzen lässt. Auch Versicherer sind sich dieser Problematik bewusst, denn bereits seit dem Jahr 2010 haben einige Versicherungsunternehmen die Kosten für Schimmelpilzsanierungen aus ihren Versicherungsleistungen ausgeschlossen. Die Konsequenzen sind für alle am Bau Beteiligten erheblich, denn besteht keine Versicherungsleistung (mehr), kann ein Schimmelschaden im Neubau schnell zum wirtschaftlichen Ruin des Schaden verursachenden Unternehmens führen und zum Alptraum für den Bauherrn werden. Zudem muss die Haftung von Bausachverständigen hinterfragt und das Thema „Feuchtigkeit“ aktiv angegangen werden. Ein „Feuchtemanagement“ zur Vermeidung von Bauschäden ist dringend nötig.


Das 3. Würzburger Schimmelpilz Forum findet am 8. und 9. März 2013 im Schönbornsaal der Residenz-Gaststätten in Würzburg statt. Veranstalter ist das unterfränkische Institut Peridomus. Der Eintritt kostet 299 Euro zzgl. MwSt. Nähere Informationen zum Tagungsprogramm und den Veranstaltungszeiten auf www.schimmelpilzforum.info


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14.01.2013

Vermeidung von Schimmel am Bau im Widerstreit von Technik, Wirtschaft und Justiz

Hinsichtlich der gegenwärtigen Unwissenheit über die Zusammenhänge zwischen Normen, Technik, Justiz und Nutzung kommt es oft zu fehlerhaften, jedoch vermeidbaren Maßnahmen, die zu teils sichtbarem, jedoch häufig zunächst unsichtbarem Schimmelbefall mit hohen Sanierungskosten führen. Im Rahmen des 3. Würzburger Schimmelpilz Forums am 8. und 9. März 2013 referiert daher Ingenieur Martin Buchner, MSc aus Linz in Österreich über die Vermeidung von Schimmel am Bau im Widerstreit von Technik, Wirtschaft und Justiz.


Himmelstadt, 14. Januar 2013. Schimmel am Bau stellt ein großes Gefährdungspotenzial für Nutzer, Sanierer und für die Gebäudesubstanz dar. Kurze Bau- und Trocknungszeiten, grenzwertig geplante oder ausgeführte Bauteile, Wasserschäden oder gar Baumängel können ohne Nutzerverschulden zu Schimmelbildung führen. Lediglich eine sichtbare Schimmelbildung löst derzeit einen Sanierungsprozess aus. Doch dabei handelt es sich hier nur um die Spitze eines Eisberges. Viele gesundheitliche Beschwerden und Substanzschäden können bei verdeckter, nicht sichtbarer Schimmelpilzbelastung, wenn überhaupt, erst Jahre später einem Schimmelpilzbefall zugeordnet werden. Zudem ist eine fachgerechte Sanierung sehr aufwändig ud damit kostenintensiv.


„Hinsichtlich der gegenwärtigen Unwissenheit über die Zusammenhänge zwischen Normen, Technik, Justiz und Nutzung kommt es oft zu fehlerhaften, jedoch vermeidbaren Maßnahmen, die zu teils sichtbarem, jedoch häufig unsichtbarem Schimmelbefall führen“, weiß Ingenieur Martin Buchner, MSc von Kroh & Partner Ziviltechniker aus Linz in Österreich. Der Projekt- und Bauleiter ist sich sicher, dass es immer wichtiger wird, eine für alle Beteiligten befriedigende Bau- und Aufklärungspraxis zu finden, bei der aus der Summe der Einzelerkenntnisse die richtigen Lösungen gefunden werden.


Technische, biologische und rechtliche Aspekte spielen eine enorm wichtige Rolle“, so Buchner. „Durch sie können relevante Handlungs- und Nutzungsempfehlungen sowie fundierte Verhaltensratgeber für Eigentümer, Verwalter, Planer, Ausführende und Nutzer abgeleitet werden.“


Buchners Fachgebiet ist die Sanierung und Revitalisierung von Wohn- und Geschäftsbauten. Anlässlich des 3. Würzburger Schimmelpilz Forums referiert der geprüfte Baumeister und Immobilientreuhänder über die Vermeidung von Schimmel am Bau im Widerstreit von Technik, Wirtschaft und Justiz.

Der Focus der zweitägigen Fachtagung liegt auf Schimmelschäden im Neubau und im Bestand. Geklärt und erörtert werden unter anderem Themen wie

  • Wo und wie häufig sind verdeckte Schimmelschäden - wie können diese erkannt werden?
  • Haftungsrechtliche Grundlagen bei der Beauftragung von Sachverständigen
  • Die Rolle von Richtern und Rechtsanwälten mit Vergleich Deutschland - Österreich
  • Was ist bei fachgerechten Schimmelpilzsanierungen zu berücksichtigen?
  • Sanierung eines Hohlraumbodens aus Sicht von Technikern, Sachverständigen und Unternehmern
  • Kommunalpolitiker berichten über Schimmelschäden betroffener Kommunen
  • Schimmel im Neubau aus Sicht eines Immobilienfonds
  • Detaillösungen, Sanierungs- und Vermeidungsbeispiele


Das 3. Würzburger Schimmelpilz Forum findet am 8. und 9. März 2013 im Tagungsbereich der Residenz-Gaststätten in Würzburg statt. Der Eintritt kostet 299 Euro zzgl. MwSt. Die Frühbucherrate beträgt 249 Euro zzgl. MwSt. und ist bis 31. Januar erhältlich. Nähere Informationen zum Tagungsprogramm und den Veranstaltungszeiten auf www.schimmelpilzforum.info


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16.01.2012

Viele Neubauten mit Schimmelpilz belastet

Schimmel im Neubau. Ein Alptraum für jeden Bauherrn, unabhängig davon ob es privaten Wohnraum oder öffentliche Gebäude betrifft. Doch Experten warnen: Immer mehr Neubauten sollten erst gar nicht bezogen werden, da die Innenräume bereits in der Bauphase mit Schimmelpilzen belastet sind.


Himmelstadt, 16. Januar 2012. Schimmelpilzbelastungen in Innenräumen stehen häufig im Zusammenhang mit Baufehlern, Wasserschäden oder Baumängeln bei der thermischen Sanierung von Gebäuden im Bestand. Doch zunehmend rückt eine neue Problematik in den Focus: Schimmel im Neubau. Ein Alptraum für jeden Bauherrn, unabhängig davon ob es privaten Wohnraum oder öffentliche Gebäude betrifft. Denn zusätzlich zu den Kosten für den Neubau drohen nun erhebliche Aufwendungen für die sachgerechte Sanierung des Schimmelschadens. Doch Experten warnen: Immer mehr Neubauten dürften erst gar nicht bezogen werden. Ursache hierfür sind Schimmelpilzbelastungen, die schon in der Planung oder der Bauausführung begründet sind und durch das schnelle Bauen ohne notwendige Trocknungszeiten der Bausubstanz zusätzlich begünstigt werden.


Komplexe Gebäudetechnologien und rasante Technologiesprünge stellen die Bauwirtschaft vor neue Herausforderungen. Seitens der ausführenden Unternehmen fehlen jedoch oftmals das Know-how und die Erfahrungswerte im Umgang mit den neuen Baumaterialien. Früher geltende Regeln wie beispielsweise das „Überwintern“ eines Rohbaus, damit dieser ausreichend trocknen kann, mussten den heute üblichen schnellen Bauweisen weichen. Kosteneinsparungen durch zeitnahen Erstbezug stehen im Vordergrund. Und so wird meist schnellst möglichst die Gebäudehülle geschlossen, damit wetterunabhängig die Innenausbauten erfolgen können. Innenputz und Estriche bringen dabei zusätzlich große Wassermengen in den Baukörper. Die so verbleibende Feuchtigkeit bildet einen idealen Nährboden für Schimmelpilzwachstum. Energieeffiziente und damit dichte Bauweisen gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV), fehlerhaftes Lüftungsverhalten aber auch falsches Heizverhalten verschärfen diese Problematik zusätzlich.


Ursachenforschung und Aufklärung liefert hier gleichermaßen das 2. Würzburger Schimmelpilz Forum am Freitag, dem 23. März 2012. Die Fachveranstaltung beschäftigt sich erstmals mit Schimmel im Neubau, einem weitgehend unbekannten, aber hochaktuellem und brisantem Thema, das alle am Bau Beteiligten, die Planer, die Immobilienwirtschaft und jeden Bauherrn betrifft. Bundes- und europaweit führende Experten referieren und informieren über neueste wissenschaftlich-technische Erkenntnisse, aktuelle Nachweismethoden und innovative Sanierungstechniken bei Schimmelpilzbelastungen in neu errichteten Wohnungen und Bürogebäuden:


Dipl.-Ing. Wolfgang Wulfes, Architekt, öffentlich bestellter und vereidigter (ö. b. u. v.) Sachverständiger für Schäden an Gebäuden und Vorsitzender des BVS Sachverständige Bayern, informiert über die Feuchtigkeitsursachen für Schimmelbildung im Neubau.


Zur Lokalisierung von versteckten, nicht sichtbaren Schimmelschäden durch systematische Untersuchungsmethoden mit dem Schimmelspürhund und im Labor referieren Dipl.-Ing. Jasmin Wallner, Architektin, Master of Science aus Wien und Thorsten Lenz, Ausbilder und Führer von Schimmelspürhunden aus Langenselbold.


„Schimmel im Neubau erkannt – was nun?“ fragt Dr. Gerhard Führer, ö. b. u. v. Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen und Leiter des Instituts Peridomus. Führer, Experte und Dozent für Schimmelpilzbelastungen in Innenräumen, erläutert die systematische Vorgehensweise bei Schimmel im Neubau.


„Wie erkennt und beseitigt man Schimmelschäden im Neubau“ ist Thema einer Diskussionsrunde mit Impulsreferat. Eröffnet und moderiert wird sie von Dr. Christian Hanus, Dipl. Arch. ETH vom Department für Bauen und Umwelt der Donau-Universität Krems in Österreich.


Was leisten Lüftungsanlagen im Neubau erläutert Dipl.-Ing. Rolf Schmidt. Der Architekt ist Mitglied des Vorstandes im Verband für Wohnungslüftung e. V. in Celle.


Über die rechtlichen Aspekte von Schimmelschäden in Mietwohnungen informiert Rechtsanwalt Hans-Dieter Nicolay von der Kanzlei Rechtsanwälte Nicolay & Kremling. Nicolay ist Vorsitzender des Haus- und Grundbesitzervereins, Würzburg.


Neubauschäden in der Immobilienwirtschaft werden ebenso behandelt wie die Auswirkungen von Schimmelschäden auf die Bautechnik. Referent ist Dipl.-Ing. Bernhard Riedl, Architekt und ö. b. u. v. Sachverständiger für Schäden in Gebäuden, München.


Gerd Warda, Chefredakteur von „Wohnungswirtschaft heute“ aus Bosau eröffnet und moderiert die Diskussionsrunde „Welche Maßnahmen sind zur Vermeidung von Schimmelschäden im Neubau nötig?“


Veranstalter des 2. Würzburger Schimmelpilz Forums ist das unterfränkische peridomus Institut Dr. Führer. Der Eintritt zur Tagesveranstaltung kostet für Fachbesucher 249 Euro zzgl. MwSt. Ermäßigte Frühbuchertickets gibt es bis 31. Januar für 199 Euro zzgl. MwSt.


Infos unter http://www.peridomus.de/Peridomus-Institut/index.php/veranstaltungen


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22.02.2011

Folgeschäden vorprogrammiert
Gesundheitsgefährdende Schimmelpilzbelastung durch Hochwasserschaden

Himmelstadt, 22. Februar 2011. Unzählige Haushalte hatten im Januar mit winterlichem Hochwasser zu kämpfen. Nasse Keller, feuchte oder gar durchnässte Hauswände, Fußböden und Möbel waren die Folge. Zunächst schienen die Probleme mit dem Rückgang des Hochwassers und den abgeschlossenen Reinigungsarbeiten gelöst, doch häufig konnten Wände und Böden nicht schnell genug durchtrocknen, so dass sich aufgrund der Restfeuchte gesundheitsgefährdende Schimmelpilze bildeten. Sichtbarer Schimmel ist dabei häufig nur die Spitze des Eisberges. „Regelmäßig sind diese offensichtlichen Schäden mit versteckten, nicht-sichtbaren mikrobiellen Belastungen vergesellschaftet, die weitaus gefährlicher sind“, warnt Dr. Gerhard Führer, Leiter des Instituts Peridomus. Und obwohl die für viele Schimmelpilzarten typischen grau-schwarzen Verfärbungen mit pelzigen Strukturen an den Oberflächen gar nicht zu sehen sind, liegt ein massives Schimmelpilz- oder Bakterienproblem vor. Gerade dann, wenn Feuchtigkeit beispielsweise in die nicht einsehbare Dämmebene der Fußbodenkonstruktion gelangt, führt dies dort innerhalb weniger Tage zu einer mikrobiellen Aktivität, denn Feuchtigkeit ist nun mal die Grundlage für jedes Schimmelpilz- und Bakterienwachstum.


Schimmelpilze können krank machen, das haben viele Studien belegt. Häufig treten gesundheitliche Beschwerden wie Atemwegserkrankungen, allergische und asthmatische Reaktionen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und erhöhte Infektanfälligkeit auf. Eine sachgerechte Schimmelpilzsanierung ist daher nötig. Doch Vorsicht! Falsch durchgeführte Schimmelpilzsanierungen verursachen unnötige Kosten und mindern die Lebensqualität der Bewohner. Daher ist es empfehlenswert einen Experten zu Rate zu ziehen. "Mit einer mikrobiologischen Bestandsaufname lässt sich Art und Umfang einer gegebenenfalls nötigen Sanierung eingrenzen und eine einwandfreie Raumluft gewährleisten", so Dr. Gerhard Führer, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen. Oftmals werden im Expertengespräch auch wertvolle Tipps und kostengünstige Sanierungsalternativen aufgezeigt, wie beispielsweise bei der Sanierung der Dämmebene von Fußböden. Denn hier kann der Einsatz eines diffusionsoffenen Estrichfugensystems den kosten- und zeitintensiven Komplettrückbau der gesamten Fußbodenkonstruktion ersetzen.


Schimmelpilzbelastungen in Innenräumen sind ein bundesweites Problem mit steigender Tendenz. Grund hierfür sind in der Regel schnellere Bauweisen ohne ausreichende Trocknungszeiten, dichtere Bauweisen mit verminderter Feuchteabfuhr, verändertes Nutzerverhalten mit eingeschränktem Lüften und Baumängel. Aber auch kalte Winter, feuchte Sommer und Hochwasserschäden unterstützen die Schimmelbildung. Schönheitskorrekturen wie das Überstreichen befallener Wände, die Behandlung mit speziellen Chemikalien oder auch Do-it-yourself-Produkten aus dem Einzelhandel verschlimmern häufig die Situation oder helfen - wenn überhaupt - nur oberflächlich gegen Flecken und Sporen. Das eigentliche Schimmelproblem inklusive der Feuchtigkeitsursache und alle mit Schimmel verbundenen Gesundheitsbelastungen und -gefährdungen bleiben jedoch bestehen.


Beim 1. Würzburger Schimmelpilz-Forum am 18. März geht es exakt um diese Problematik. Bundes- und europaweit führende Experten konnte der Veranstalter Dr. Gerhard Führer, Leiter des Instituts Peridomus, als Referenten für die Fachveranstaltung gewinnen. In sieben Einzelvorträgen klären Experten wie Dr. med. Peter Ohnsorge, Europäische Akademie für Umweltmedizin, auf und informieren über neueste wissenschaftlich-technische Erkenntnisse, aktuelle Nachweismethoden und innovative Sanierungstechniken. Gesundheitliche Aspekte, Ursachenforschung, Hightech Analytik, neueste Sanierungsstandards, Gerätedemonstrationen sowie rechtliche Aspekte stehen dabei ebenso im Focus wie beispielsweise die praxisnahe Vorführung "Schimmelspürhund im Einsatz".
http://www.peridomus.de/Peridomus-Institut/index.php/veranstaltungen


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23.12.2010

Bundes- und europaweit führende Experten klären auf
Neu: 1. Würzburger Schimmelpilz-Forum

Am Freitag, dem 18. März 2011 um 14 Uhr findet erstmals das Würzburger Schimmelpilz-Forum statt. Bundes- und europaweit führende Experten klären auf und informieren praxisnah über neueste wissenschaftlich-technische Erkenntnisse, aktuelle Nachweismethoden und innovative Sanierungstechniken bei Schimmelpilzbelastungen in Innenräumen.


Himmelstadt, 23. Dezember 2010. Schimmelpilzbelastungen in Innenräumen sind ein bundesweites Problem mit steigender Tendenz. Mittlerweile hat sogar die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2009 eine umfangreiche Schrift zu Feuchtigkeit und Schimmel herausgegeben. Grundlage für Schimmelpilzwachstum ist Feuchtigkeit: Ursache hierfür sind oftmals eine schnellere Bauweise ohne ausreichende Trocknungszeiten, dichtere Bauweisen mit verminderter Feuchteabfuhr, verändertes Nutzerverhalten mit eingeschränktem Lüften und Baumängel. Gerade die Umsetzung der von der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) vorgegebenen Dämmwerte führt häufig zu oberflächlich nicht erkennbaren Wärmebrücken. Dort kann es aber raumseitig zu einer Kondensatbildung mit nachfolgendem Schimmelwachstum kommen. Tagsüber leer stehende Wohnungen und damit oftmals schlecht belüftete Innenräume sind die Regel. Sehr kalte Winter und feuchte Sommer unterstützen zudem die Schimmelbildung. Schönheitskorrekturen wie das Überstreichen befallener Wände, die Behandlung mit speziellen Chemikalien oder auch Do-it-yourself-Produkten aus dem Einzelhandel „verschlimm-bessern“ häufig die Situation oder helfen – wenn überhaupt – nur oberflächlich gegen Flecken und Sporen. Das eigentliche Schimmelproblem inklusive der Feuchtigkeitsursache und alle mit Schimmel verbundenen Gesundheitsbelastungen und -gefährdungen bleiben jedoch bestehen – und regelmäßig unberücksichtigt.


Sichtbarer Schimmel ist dabei häufig nur die Spitze des Eisberges. Regelmäßig sind solche offensichtlichen Schäden mit versteckten, nicht-sichtbaren mikrobiellen Belastungen vergesellschaftet. Diese sind weitaus gefährlicher, weil sie schwer erkennbar sind. Oftmals finden sich gar keine grau-schwarzen Verfärbungen mit pelzigen Strukturen an Oberflächen und trotzdem liegt ein massives Problem mit Schimmelpilzen oder Bakterien vor. Sobald Feuchtigkeit beispielsweise in die nicht einsehbare Dämmebene der Fußbodenkonstruktion gelangt, führt dies dort zwangsläufig innerhalb weniger Tage zu einer mikrobiellen Aktivität – denn Feuchtigkeit ist die Grundlage für jedes Schimmelpilz- und Bakterienwachstum.


In kaum einem Fachgebiet treten so viele emotionale und aus Unkenntnis geführte Auseinandersetzungen auf wie beim Thema „Analytik und Sanierung von Schimmelpilz-, Bakterien- und Feuchteschäden“. Akteure mit unterschiedlichsten Erfahrungen, Kenntnissen und Interessen betätigen sich auf diesem Gebiet. Weil es um Gesundheit, große Schadenspotentiale, wirtschaftliche  und wissenschaftliche Interessen geht, ist zwischen Panikmache und Verharmlosung ein weites Feld gegeben. Juristische Auseinandersetzungen in einer neuen Dimension stehen uns bevor. „Es ist daher wichtig die Diskussion auf eine wissenschaftlich-technische Ebene zu ziehen und sich im interdisziplinären Austausch fortzubilden“,  so Dr. Gerhard Führer, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen und Leiter des Instituts peridomus. Genau hier setzt deshalb das 1. Würzburger Schimmelpilz-Forum an. Bundes- und europaweit führende Experten konnte Führer als Referenten für die Fachveranstaltung gewinnen. In sieben Einzelvorträgen klären die Experten auf und informieren über neueste wissenschaftlich-technische Erkenntnisse, aktuelle Nachweismethoden und innovative Sanierungstechniken.


Veranstalter des 1. Würzburger Schimmelpilz-Forums  ist das unterfränkische Institut peridomus. Der Eintritt kostet für Fachbesucher 149 Euro zzgl. MwSt.  Ermäßigte Frühbuchertickets gibt es bis 31. Januar für 99 Euro zzgl. MwSt.


Infos unter http://www.peridomus.de/Peridomus-Institut/index.php/veranstaltungen


Haben Sie eine Frage? Wünschen Sie weitergehende Informationen?
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09.06.2009

Konjunkturpaket II - Energetische Sanierung in Schulen
Gesundheit der Schüler berücksichtigen - Folgekosten vermeiden

„Die energetische Sanierung unserer Schulgebäude ist wichtig - doch ebenso wichtig ist eine gesunde Raumluft für unsere Schüler, denn "dicke Luft" ist in Schulgebäuden und Kindergärten schon seit einiger Zeit ein massives Problem“, weiß Dr. Gerhard Führer, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen. Dies bestätigt auch der „Leitfaden für die Innenraumlufthygiene in Schulgebäuden“, der Anfang 2009 in überarbeiteter Form vom Umweltbundesamt, Berlin herausgegeben wurde. „Maßnahmen zum Energiesparen sind auch immer unter gesundheitlichen Gesichtspunkten durchzuführen", rät Führer. Vor einer energetischen Sanierung sollte die Raumluftqualität überprüft und somit einer unkalkulierbaren Explosion der Sanierungskosten vorgebeugt werden.


Mit dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung stehen finanzielle Mittel für die energieeffiziente Sanierung öffentlicher Bildungsbauten wie Schulen, Kindergärten und Weiterbildungsstätten zur Verfügung. Gerade Schulen sind dabei lohnende Sanierungsobjekte, denn im Schnitt kann hier der Energieverbrauch um bis zu 70 Prozent gesenkt werden. Das entlastet den öffentlichen Haushalt und bietet Möglichkeiten für weitere sinnvolle Investitionen.


Doch gerade hier ist Vorsicht geboten. Denn im Mittelpunkt energetischer Sanierungsmaßnahmen steht in der Regel eine luftdichte und hoch wärmegedämmte Gebäudehülle. „Die Kehrseite dieser "Abdichtung" kann eine Anreicherung von chemischen und biologischen Schadstoffen in der Raumluft sein“, informiert Dr. Gerhard Führer vom Institut Peridomus in Himmelstadt bei Würzburg. „Denn "dicke Luft" ist in Schulgebäuden und Kindergärten schon seit einiger Zeit ein massives Problem“, weiß Führer aus seiner langjährigen Tätigkeit als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen zu berichten.


Die Ursachen dafür können sehr vielfältig sein. Beispielsweise Fußbodenbeläge, Farben, Deckenpaneelen, Möbel etc. geben chemische Verbindungen an die Raumluft ab. Nach Expertenschätzung wurden bisher rund 8000 chemische Verbindungen in Innenräumen nachgewiesen.  Schimmelpilzbelastungen werden typischerweise unterschätzt, da sie oftmals versteckt oder nicht mit bloßem Auge erkennbar sind - sie spielen aber eine sehr große innenraumhygienische Rolle. Baufehler, mangelhafte Lüftungstechnik oder auch unzureichendes Lüften der Räumlichkeiten tun ihr übriges.


Speziell durch das Abdichten von Schul-, Wohn- oder Büroräumen zur notwendigen und natürlich sinnvollen Energieeinsparung, werden Schadstoffbelastungen in den Gebäuden angereichert, die zu einer erhöhten gesundheitlichen Belastung der Raumnutzer führen. Folgen der über die Atemluft aufgenommenen Schadstoffe können bei Schülern und Lehrkräften gleichermaßen vor allem Kopfschmerzen, Müdigkeit und mangelnde Konzentrationsfähigkeit sein. Doch auch erhöhte Infektneigung, Atemwegserkrankungen und Allergien bis hin zu asthma- und rheumaähnlichen Beschwerden können hervorgerufen werden. Zudem ist gesunde Raumluft die Basis für motiviertes Lehren und Lernen.


Gerade ältere Gebäude sollten daher vor den Renovierungsmaßnahmen auf Schadstoffe untersucht werden, denn oftmals werden durch energetische Sanierungen bereits vorhandene Schadstoffbelastungen in Innenräumen angereichert. Erneute Sanierungen und damit im Vorfeld nicht eingeplante Mehrkosten sind die Folge.


„Energetische Sanierung ist wichtig - doch auch eine gesunde Umgebung ist für unsere Schüler wesentlich“, so Dr. Führer. Dies bestätigt übrigens auch der „Leitfaden für die Innenraumlufthygiene in Schulgebäuden“, der im Jahr 2000 erstmals veröffentlicht und Anfang 2009 in aktualisierter Form vom Umweltbundesamt in Berlin herausgegeben wurde.


„Maßnahmen zum Energiesparen sind daher auch immer unter gesundheitlichen Gesichtspunkten durchzuführen", rät der Innenraumanalytiker. Vor einer energetischen Sanierung sollte daher die Raumluftqualität überprüft und somit einer unkalkulierbaren Explosion der Sanierungskosten vorgebeugt werden. Mit einer chemisch-analytischen und mikrobiologischen Bestandsaufnahme des Gebäudes lässt sich Art und Umfang einer ggf. nötigen Sanierung eingrenzen und eine einwandfreie Raumluft gewährleisten. Dass dieser vorausschauende Ansatz Fehlzeiten von Schülern und Lehrkräften verhindert, keine Folgekosten verursacht und damit letztendlich zu einer Kostenersparnis führt, belegen zahlreiche Praxisbeispiele.


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22.04.2009

Alternative zur Fußbodenkomplettsanierung
Dr. Führer zum Vortrag am Umweltbundesamt Berlin eingeladen

Anlässlich der 14. WaBoLu-Innenraumtage vom 14. bis 16. Mai wurde Dr. Gerhard Führer vom Institut Peridomus, Himmelstadt an das Umweltbundesamt in Berlin eingeladen, um das von ihm entwickelte und patentierte Estrichfugensystem "Schimmelstopp" zu präsentieren. Der Vortrag findet auf Einladung des Vereins für Wasser-, Boden- und Lufthygiene e.V. am 16. Mai um 12 Uhr im Rahmen des Themas "Diffusionsoffene Estrichfugensysteme als Alternative zur Fußbodenkomplettsanierung" statt. 


"Schimmelpilzsanierungen sind oftmals mit erheblichem finanziellen Aufwand verbunden", so Dr. Führer, ö. b. u. v. Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen. "Diffusionsoffene Estrichfugensysteme bieten hier eine kostengünstige Alternative." Musste bisher bei einem Schimmelpilzbefall unter dem Estrich sowohl der Fußboden als auch der Estrich und die Dämmung entfernt werden, ist bei dem von Führer entwickelten Estrichfugensystem lediglich das Freilegen, Ausräumen und Verschließen der Estrichfuge erforderlich. Die Handhabung ist so einfach, dass auch ein Selbsteinbau möglich ist. Das zweistufige Filterprinzip von "Schimmelstopp" wird beispielsweise auch in der Reinraum- und Filtertechnologie eingesetzt.


Unerkannte oder nicht fachgerecht sanierte Wasserschäden und Kondenswasserbildung durch Wärmebrücken, beispielsweise bei mangelnder Dämmung der Kellerdecke, führen zu Schimmelpilzbelastungen in der Dämmebene von Fußböden. Beim Begehen des Fußbodens wird durch das Gewicht des Raumnutzers der Unterboden geringfügig zusammengedrückt. Dadurch wird ein kurzer Luftstoß in alle Richtungen ausgelöst. An jeder Stelle der Randfuge, also am Übergang vom Fußboden zur Wand, kann deshalb mit Schimmelpilzbestandteilen belastete Luft aus dem Unterboden in die Raumluft austreten. Gesundheitliche Beschwerden wie beispielsweise Atemwegserkrankungen, allergische und asthmatische Reaktionen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und erhöhte Infektanfälligkeit können die Folge sein. Eine sachgerechte Schimmelpilzsanierung ist daher nötig. Diese erfordert, nach den Grundsätzen der Innenraumhygiene, die Entfernung der gesamten Schimmelpilzbiomasse. Der komplette Fußboden inklusive Estrich und Dämmung muss ausgebaut werden. Hohe Sanierungskosten, eine "Baustelle" und ein längerer Nutzungsausfall der Räumlichkeiten sind die Folge.


Hier bietet das von Dr. Führer entwickelte Estrichfugensystem "Schimmelstopp" der Welindo GmbH Gesunde Innenräume, Himmelstadt eine wirkungsvolle und kostengünstige Alternative. Durch Verschließen der Randfuge wird der belastete Unterboden von der Raumluft abgetrennt. Das diffusionsoffene Estrichfugensystem adsorpiert und filtert gasförmige und partikelartige Schimmelpilzbestandteile unter schwimmend verlegten Estrichen. Es hält Sporen, Schimmelpilzgifte, sterile Zellwandbestandteile, Schimmelpilz-Stoffwechselprodukte und Geruchsbelastungen aus dem Unterboden zurück. Wasserdampfdurchlässige Materialien sorgen dafür, dass kein Feuchtigkeitsstau und damit kein weiteres Schimmelpilzwachstum auftreten. Die Handhabung ist einfach und

schnell umsetzbar: Die Randfuge wird freigelegt und ausgeräumt, anschließend ein Adsorptionsmittel eingefüllt. Dieses bindet gasförmige Schimmelpilzbestandteile. Dann wird die Fuge mit einem Hochleistungsfiltergewebe abgedeckt, das partikelartige Schimmelpilzbestandteile zurückhält. Durch die Sockelleiste, die abnehmbar ausgeführt werden sollte, ist die Konstruktion nicht sichtbar. Sowohl die Kosten als auch der Arbeitsaufwand sind im Vergleich zur bisher üblichen Sanierungsmethode gering.


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Hintergrundinformationen

peridomus Institut Dr. Führer

Mit dem Ziel, die Qualität von Innenräumen unter gesundheitlichen Gesichtspunkten zu verbessern wurde das Institut 1993 von Dr. rer. nat. Gerhard Führer gegründet.


Von der Schadstoff-Forschung bis zur Sanierung belasteter Innenräume berät, bewertet und betreut das peridomus Institut Dr. Führer bundesweit Unternehmen, Organisationen, öffentliche Einrichtungen, gewerbliche und private Bauherren u.v.m.


Zum Portfolio gehören Innenraumanalytik, Gutachten, Projektplanung, Sanierungskonzepte und Anwendungstechnologie. Die durch das Institut entwickelten wissenschaftlich-technisch fundierten und patentrechtlich geschützten Verfahren ermöglichen das sichere und kosteneffiziente Lokalisieren, Analysieren und Quantifizieren von Belastungen in Innenräumen. Neueste Erkenntnisse zu gesundheitlich unbedenklichen und umweltverträglich gestalten Innenräumen werden für die Kunden in die Praxis umgesetzt.


Dr. Gerhard Führer ist von der IHK Würzburg-Schweinfurt öffentlich bestellt und vereidigt für das Fachgebiet Schadstoffe in Innenräumen (Link zur Bestallungs-Urkunde der IHK Würzburg-Schweinfurt). Er ist Initiator und Veranstalter des Würzburger Schimmelpilz Forums, Dozent an der Fakultät "Bauen und Umwelt" der Donau-Universitüt Krems in Österreich und Vorstand des Forums für Gesundes Wohnen und Arbeiten e.V.


Als Autor publiziert er zahlreiche Veröffentlichungen in Fach- und Publikumsmedien. Dr. Führer referiert bundesweit zu Schadstoffen in Innenräumen, führt Weiterbildungsveranstaltungen durch und ist Initiator und Mitorganisator von Fachkongressen.
www.peridomus.de


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Christine Scharf
Telefon +49 9364 8157950
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Dr. rer. nat. Gerhard Führer

Dr. rer. nat. Gerhard Führer beschäftigt sich seit seinem Studium der Biologie und Chemie an der Universität in Würzburg mit Schadstoffen in Innenräumen und die praxisnahe Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Unmittelbar nach dem Studium war er in München bei der Gesellschaft für Umwelt und Gesundheit (GSF) in der Umweltforschung tätig. Das von ihm 1993 gegründete Institut Peridomus führt bundesweit „Innenraumchecks“ zur Klärung und Vermeidung von Gebäudebedingten Erkrankungen durch. Er ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen.

Im Rahmen seiner Sachverständigentätigkeit zeigt Führer Lösungen für sachgerechte Sanierungen auf. Er unterrichtet an der Fakultät "Bauen und Umwelt" der Donau-Universität Krems in Österreich, ist als Dozent u. a. für die Bayerische Architektenkammer tätig und Herausgeber des Loseblattwerkes „Schimmelbildung in Gebäuden“. Neben Veröffentlichungen in verschiedenen Fachpublikationen zur Schadstoffproblematik initiiert und organisiert Führer Fachtagungen und Weiterbildungsveranstaltungen zum Thema „Schadstoffe in Innenräumen“.
www.peridomus.de


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Bildmaterial

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Schimmel im Unterboden  Petrischalen Schimmel  Materialprobe Daemmebene Fussboden  Fussbodenkonstruktion verschimmelt  Feuchter Neubau  Feuchter Fussboden  Dachstuhl Neubau verschimmelt

 

Verleihung der Ehrenprofessur

 

2014 Verleihung Ehrenprofessur

Bildunterschrift: v. l. n. r.: 
Univ.-Prof. Dr. Christian Hanus,
Prof. h. c. Dr. Gerhard Führer,
Rektor Mag. Friedrich Faulhammer
Fotocredits: DUK / A. Reischer

 

 

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AKTUELLES

 

22.05.2017
Fachtagung Schimmel 
Dr. Führer referiert zum Thema: "Schimmel - sichtbar und verdeckt"
Veranstalter: ARS Akademie für Recht, Steueren & Wirschaft www.ars.at

 

31.03.2017
Interview:
SAT.1 sprach mit Dr. Führer beim Würzburger Schimmelpilz-Forum
Hier geht's zur TV-Sendung.


31.03. bis 01.04.2017
Save the Date: 7. Würzburger Schimmelpilz-Forum
2017 stehen "Schimmelschäden: Neue Untersuchungsverfahren, Sanierungspraxis und Methoden der Prävention" im Fokus. Ausführliche Informationen zur Veranstaltung und den Vorträgen finden Sie hier.

 

peridomus akademie

Schimmel.Bildung

 

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